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Zypern - Insel der Aphrodite | Die
Insel der Aphrodite war von uns mal wieder nicht wirklich langfristig geplant,
sondern eher ein Spontanziel. Wir wollten für eine Woche Urlaub nicht allzu
lange fliegen, es sollte schön warm sein, feinsandige Strände und kulturell
sollte unser Ziel auch etwas zu bieten haben. Letztendlich fiel die Wahl auf Zypern,
um genauer zu sein auf Ayia Napa.
Vom 1. bis 8. Juni 2007 stand dann unser
Urlaub ganz im Zeichen der Erholung. Da wir keine Kulturbanausen sind und schon
gerne wissen möchten, was es außer Hotel und Strand noch so auf der
Insel gibt, haben wir eine Tour entlang der Südküste, durch das Troodos-Gebirge
bis nach Nikosia und eine weitere Tour in den türkischen Teil Zyperns unternommen.
Die dritte Halbtagestour führte uns von Ayia Napa nach Paralimni und Protaras,
welche sich an der Ostküste Zyperns befinden.
Eingecheckt haben wir
im 5-Sterne Hotel
Grecian Bay und wenn ihr mehr über das Hotel erfahren möchtet,
schaut doch einfach einmal in unserer neuen Rubrik Hotelbewertung
rein.
Hinter dem Link "Zypern-Bilder"
stehen euch eine kleine Auswahl unserer Fotoaufnahmen mit kurzen Erklärungen
zur Verfügung. Zum Vergrößern der Fotos wie immer einfach auf
selbige klicken.
Unsere
Touren im Detail:
Tagestour
durch das Troodos-Gebirge: Von Ayia Napa fuhren wir Richtung Larnaka bis
nach Limassol. Dort besichtigten wir die Altstadt und die Markthalle. Die Markthalle
selber war ziemlich übersichtlich und schnell durchlaufen, wenn man sich
nicht gerade mit Obst und Gemüse eindecken wollte. Weiter schlenderten wir
durch kleine, zum Teil heruntergekommene Gassen in Richtung Hafen, wo unsere Fahrt
in Richtung Troodos-Gebirge weiterging. Nach
einer 45-minütigen Fahrt erreichten wir das Weindorf Omodos. Hier
hatten wir ausreichend Zeit zum Bummeln und Shoppen in den kleinen Gassen und
zu einer Weinprobe. Weiterfahrt nach Nikitari, wo wir zunächst
die typisch zypriotische Speise "Mesé" gegessen haben und anschließend
die "Panagia
Tis Asinou Kirche"
besichtigten. Letztes Ziel des Tages war die Hauptstadt Zyperns Nikosia.
Vom Rathaus aus folgten wir der Fußgängerzone immer gerade aus bis
zu dem Platz, wo ein bewaffneter Soldat die Grenze zwischen dem griechischen und
dem türkischen Teil bewacht. Die anschließende Freizeit nutzten wir,
um uns ein wenig in der Altstadt von Nikosia umzusehen. Zwischen vielen baufälligen
Gebäuden gesellten sich immer wieder modernere Bauten. Auf der Rückfahrt
nach Ayia Napa durchfuhren wir den modernen Teil Nikosias, was jetzt allerdings
nicht wirklich spektakulär war.
Es ist zwar schön, dass wir
an dem Tag einige Kilometer hinter uns gelegt und somit auch einen kleinen Einblick
ins Landesinnere gewonnen haben. Aber wenn man mal alles zusammenfasst, dann war
diese Tour 1. überteuert (à 36 CYP = ca. 55 Euro), 2. mit viel zu
vielen Personen (ca. 60) veranstaltet und 3. hatte man demzufolge auch stellenweise
zu wenig Zeit, sich näher umzusehen. Das hat man insbesondere bei der archäologischen
Stätte "Amathounta" gesehen. Der Bus hielt an der Straße
und noch nicht einmal fünf Minuten später hieß es wieder "Einsteigen".
Gesehen hat man nur aus der Ferne, dass da Säulen standen und dass Ausgrabungen
stattfinden. Also, wenn man schon nichts sieht, warum hält man dann?
Halb-Tagestour
in den türkisch besetzen Teil Zyperns: Dieses Mal holte man uns mit
einem kleineren Bus ab, in dem bereits acht weitere Passagiere saßen. Mit
dieser kleinen Gruppe stand an dem Tag der nördliche, türkische Teil
Zyperns auf dem Plan. Am Checkpoint nahe Agios Kendeas gesellte sich ein türkischer
Zypriote zu uns, der die ganze Fahrt über eigentlich nichts erklärte
(obwohl er perfekt Deutsch sprach), sondern eher als "Anstandsdame"
mitfuhr und darauf aufpasste, dass unsere Reiseführerin nichts negatives
über die politische Situation zwischen Nord- und Südzypern sagte.
Unser
erster Halt galt Salamis, wo wir das Barnabas Kloster (St. Barnabas Monastery)
und die Grabeskapelle des Apostels Barnabas besichtigten. Von dort aus ging es
weiter zu den Ruinen von Salamis. Wir wurden durch das Amphitheater, das Gymnasion
und die Thermen geführt und bekamen alles Wissenswerte darüber berichtet.
In Famagusta besichtigten wir gemeinsam den Othello Turm
und liefen nur unweit davon entfernt zur Lala Mustafa Moschee (Nikolauskathedrale).
Der anschließende Aufenthalt von knapp einer Stunde war ziemlich großzügig
bemessen in einem Ort, wo die Häuser und Gassen sehr heruntergekommen ausschauen
und nicht wirklich zum längeren Verweilen einladen. Mit dem Bus ging
es dann zu dem traurig bekannten Teil der Stadt, nach Varosha, die besser bekannt
ist als die "Tote Stadt". Früher war dies eine touristisch
gut erschlossene Gegend, doch durch den Krieg der türkischen und griechischen
Zyprioten 1974 auf der Insel wurde ein Großteil der Häuser zerstört
und die Eigentümer enteignet. Und solange die Besitztümer noch nicht
geklärt sind, bleibt diese Region unbewohnt und militärisch bewacht.
Mit
dem öffentlichen Bus nach Paralimni und Protaras: Praktisch an dem
öffentlichen Bussystem von Zypern ist, dass, egal ob man Kurzstrecke oder
etwas weiter fahren möchte, man für jede Fahrt nur 0,80 CYP zahlen muss.
Also entschlossen wir uns, mit dem öffentlichen Bus entlang der Ostküste
von Ayia Napa über Paralimni bis nach Protaras zu fahren. Den ersten Halt
wollten wir ursprünglich am Kap Greko machen. Doch der halbstündige
Fußweg von der Haltestelle (die am A... der Welt war) bis zum Kap und die
Gewissheit, dass es dort nichts wirklich Sehenswertes gibt, außer dass dies
der westlichste Punkt Europas ist, zogen wir es dann doch vor, bis zur nächsten
Stadt zu fahren. Wir rollten das Feld von hinten auf und stiegen erst im 11 km
entfernten Paralimni aus.
Der Bus hielt direkt im Zentrum, sprich dem
Dorfplatz von Paralimni, von wo aus man auch schon die einzige Attraktion
des Dorfes sehen konnte, nämlich die Griechisch-Orthodoxe "Neue
St. George Kirche"
und in unmittelbarer Nähe die "Alte
St. George Kirche".
Dann gab es noch ein Amphitheater, Souvenir- und Klamottenläden sowie Supermärkte
und Apotheken und das war's dann aber auch. Für uns war das verschlafene
Dörfchen nicht der Renner und ist wohl eher etwas für's ältere
Semester.
Nur knapp vier Kilometer von Paralimni entfernt stiegen wir
wieder in Protaras aus. Hier steckt schon viel mehr Leben in der Gegend,
was man durch die vielen Hotels, zum Teil kreativ gestalteten Restaurants, Einkaufs-
und Unterhaltungsmöglichkeiten deutlich sehen konnte. Kulturell interessierten
wir uns für die Kirche auf dem Berg namens "Prophet
Elias Kirche". Allein des Ausblicks wegen lohnt es sich, sich
hierauf zu begeben.
Hier noch ein Tipp: Wer in den öffentlichen
Bus einsteigt, sollte 1. möglichst das Geld passend haben und sich umgehend
einen Sitzplatz suchen oder irgendetwas, woran man sich festhalten kann. Denn
kaum ist man drin, geben die Fahrer Gas!
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