Grecian Bay Agia Napa | Hotelbewertung Ayia Napa von Melanie und Alexander

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***** Hotel Grecian Bay in Ayia Napa - Zypern

Bewertungsübersicht:

Zimmer
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Service & Gastronomie
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Lage
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Zimmer:

Unser Zimmer 419 im 4. OG war recht groß (ca. 30 qm), sauber und für griechische Verhältnisse modern eingerichtet. Als einziger farbiger Akzent war der museumsreife Nordmende Fernseher mit seinem Braunton, ansonsten dominierte die Farbe weiß. Fliesen im Flurbereich und Badezimmer, doch wider Erwarten im Schlafraum Teppichboden.
Die Minibar war ordentlich gefüllt, aber zu gepfefferten Preisen. Eine 0,33 l Dose Coca Cola kostete z. B. 1,80 CYP, 0,25 l Red Bull 2,00 CYP.
Die Klimaanlage wurde zentral gesteuert und war bisweilen recht laut, vor allem dann, wenn man in Ruhe schlafen wollte, da sie sich nicht stufenweise regulieren ließ.
Der Zimmersafe war inklusive, jedoch musste man sich den passenden Schlüssel (einen Code-Safe gab es nicht auf diesem Zimmer) an der Rezeption holen.
Das Badezimmer war, wie bereits erwähnt, hell gefliest und hat eine Badewanne mit abnehmbarem Duschkopf gehabt. Der kaum vorhandene Wasserdruck und die ausgebliebene konstante Temperatur machten das Duschen recht abenteuerlich. Etwas störend war die Toilettenspülung, denn wenn man einmal gedrückt hat, dauerte es Ewigkeiten, bis der Kasten wieder gefüllt mit Wasser war und eine Spartaste war in dem Hotel ein Fremdwort.

Lage

Das Hotel Grecian Bay ist östlich vom Ortskern Agia Napas ruhig gelegen. Bis zum Zentrum sind es knapp 10 Minuten zu Fuß. In unmittelbarer Nähe befinden sich Supermärkte, Bars, Restaurants und Souvenirshops.
Zum feinsandigen Strand sind es nur wenige Schritte. Liegen und Schirme sind im Preis inbegriffen. Bei Ankunft muss man sich entscheiden, ob man eine Liegemöglichkeit am Strand oder am Pool haben möchte. Diese behält man dann i. d. R. bis zur Abreise, Änderungen sind möglich. Damit sollte das "Problem" des morgendlichen Handtuch-Marathons abgeschafft werden. Wer seine Liege nicht bis 10:30 Uhr belegt hat, hat für den Rest des Tages keinen Anspruch mehr auf diesen Platz. Die Regelung ist gut gemeint, aber schlecht durchgeführt, da es öfter vorkam, dass die nummerierten Liegen bzw. Schirme doppelt vergeben wurden.
Der hoteleigene Garten war recht groß, aber nicht unbedingt schön angelegt. Man hätte viel mehr daraus machen können. Er ist nicht zum Spazierengehen ausgelegt und Sitz- bzw. Liegemöglichkeiten gab es nicht. Dafür kann man sich am Pool ausbreiten.
Für Ausflüge ins Landesinnere ist die Ausgangslage etwas ungünstig, weil diese überwiegend westlich von der Insel gelegen sind und sich damit die Transferzeiten erhöhen.

Service und Gastronomie

Um es vorweg zu nehmen, vom Frühstücks-Buffet waren wir absolut enttäuscht. Es gab nur an einem einzigen Morgen (vor 7:30 Uhr) kleine Brötchen und diese wurden noch nicht einmal nachgefüllt. Ansonsten immer nur Weißbrot oder Toast. Der Saft kam aus dem Automaten und außer getrockneten Pflaumen, einem Obstsalat (den es auch am Abend gab), Pampelmusen und Wassermelone gab es sonst nichts, was an Obst innerhalb dieser Woche angepriesen wurde. Jeden Tag gab es die gleichen drei Sorten Wurst und die gleichen zwei Sorten Käse, wobei man anmerken muss, dass weder die eine noch die andere Sorte schmackhaft war. Das morgendliche Gesamtarrangement war ziemlich fantasielos und grenzte schon fast an Primitivität. Zumindest haben wir schon fünf Sterne Hotels besucht, die dieses Hotel in Sachen Frühstück bei weitem übertreffen. Wer gerne süß frühstückt, kann sich lediglich an vier Sorten Marmelade und einem staubtrockenen Marmorkuchen bedienen bzw. an etwas, das einer Marzipanschnecke ähneln sollte. Nur mit viel Kaffee bekam man das Zeug runter. Wenigstens der schmeckte.

Dem Personal konnte man, insbesondere während der Frühstückszeiten, beim Laufen die Schuhe besohlen. Unseren Kaffee/Tee mussten wir bis auf einmal selber holen, weil einfach keine aufmerksame Bedienung greifbar war. Entsprechend sahen dann auch die Tische aus, weil das benutzte Geschirr nicht bzw. spät weggeräumt wurde. Mit dem neu Eindecken kam das Personal leider auch nicht immer hinterher.

Am Abend war das schon anders. Hier wurde man vom Chef de Rang zum Tisch geführt (angemessene Garderobe war Pflicht) und bekam die Menuekarte überreicht. Das Essen musste man sich also aus einer Karte aussuchen, was im Nachhinein nicht gut war. Wir bevorzugen es dann doch, das Essen in Buffet-Form vorzufinden, weil man zum einen sieht, was auf den Teller kommt und zum anderen kann man ggf. auf etwas anderes ausweichen, ohne wieder unnötig Wartezeit wegen Zubereitung in Kauf nehmen zu müssen.
In der Regel hatten wir die Auswahl zwischen zwei Vorsuppen, zwei Hauptgerichten, Salat (Buffet-Form) und zwei Desserts, welches man sich entweder vom Buffet nehmen konnte oder man entschied sich für Eis.
Die täglich angebotene Gemüsesuppe war sowas von ungenießbar. Den Namen Gemüsesuppe hat sie auch gar nicht verdient, denn das Gemüse wurde offensichtlich am Topf vorbeigeworfen, da so gut wie keines darin war. Außerdem hätte man meinen können, der Koch hat zu viele Brühwürfel über, denn es sah nicht nur aus wie eine dunkle Blörre, es schmeckte auch so.

Das Besondere beim Hauptmenue war, dass die Speisen auf einem Teller mit einer silbernen Haube serviert wurden. Von Fisch über Rind, Schwein und Pasta wechselte das Menue. Oftmals wurde unser Geschmack getroffen. Der Moussaka-Auflauf - ein Klassiker der griechischen Küche - war leider ein kulinarischer Fauxpas, der nicht nur von uns wieder zurück in die Küche ging (und wir hatten uns so auf Moussaka gefreut!).

Keinerlei Getränke waren im Preis inbegriffen.

Tipps und Bemerkungen:

Der Großteil der Hotelgäste kam aus Deutschland, England, Österreich und Russland. Die Rezeption war immer mit u. a. einer Deutsch sprechenden, freundlichen Person besetzt. Auch im Restaurant sprachen einige Deutsch, zumindest verstanden sie einige Brocken und konnten somit deutschsprachige Bestellungen aufnehmen. Mit Englisch kommt man jedoch am besten voran.

3-polige Stecker sollte man mitnehmen, da englische Steckdosen vorhanden sind.

Getränke am besten im Supermarkt kaufen, da sie um einiges günstiger sind.

Persönliches Fazit:

Unter einem fünf Sterne Hotel stellen wir uns etwas anderes vor, insbesondere was den Service im Gastronomiebereich (nicht im Rezeptionsbereich) und die Frühstücksvielfalt anbelangt. In unseren Augen hat das Hotel Grecian Bay leider keine fünf Sterne verdient, sondern maximal 4 Sterne. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach nicht, deshalb würden wir das Hotel auch nicht noch einmal aufsuchen oder gar - speziell für einen 14-tägigen Urlaubsaufenthalt - empfehlen.


 
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