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Tag | Freitag - Samstag 15. - 16.09.2006 Frankfurt - Dubai | 4.850 km
Laut
Reisekatalog war die Anreise für den Samstag vorgesehen und die eigentliche Rundreise
sollte am nächsten Tag starten. Da wir jedoch noch einige Zeit für uns haben wollten,
ohne an eine Gruppe gebunden zu sein, sind wir bereits am Freitag von Frankfurt
nach Dubai geflogen und hatten somit den kompletten Samstag für uns zur freien
Verfügung. Wir kamen zwei Stunden vor Abflug am Schalter der Emirates
Airline im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens an. Was uns etwas verwundert
hat war, dass man unsere Koffer vor dem Check-In nicht kontrollierte. Wir hoffen
mal, dass die Airline das Gepäck ihrer Fluggäste hinter den Kulissen
checkt … Da
am Airport wie immer einiges los war, hoben wir mit zwanzig minütiger Verspätung
um 22:40 Uhr ab. Der Airbus A340-300 von Emirates war soweit ok. Der
Sitzplatz in der Economy Class war ausreichend, das Essen außergewöhnlich
reichhaltig und das Unterhaltungsprogramm vielfältig und ließ die knapp
sechs Stunden Flugzeit im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge vergehen. Sehr
angenehm war, dass jeder Passagier seinen eigenen Monitor im Vordersitz hatte.
Übrigens, die Sitze waren in 2-4-2 Reihen angeordnet; wir saßen in der äußeren
Reihe und konnten somit aus dem Fenster sehen. Um
6:15 Uhr Ortszeit landeten wir in Dubai (Bedeutung: "Zwei Brüder"
oder "Treffpunkt"). Einreiseformalitäten, wie z. B. Formulare ausfüllen
etc., gab es nicht. Wir mussten lediglich unsere Reisepässe vorlegen und das war
es dann auch schon. So unbürokratisch kann das gehen. Der moderne Flughafen
Dubais ist trotz seiner Größe übersichtlich und gut beschildert. Er soll um einige
Landebahnen erweitert werden, so dass dieser der größte Airport der Welt wird.
Dieses Phänomen begegnete uns übrigens sehr oft. Alles muss größer, schöner und
teurer sein als sonst irgendwo. Selbst die Emirate untereinander scheinen eine
Art Wettbewerb zu veranstalten. Was das eine Emirat hat, muss das andere gleich
in der superlativen Ausführung haben. Am Flughafen selber wechselten
wir in einer der ausreichend vorhandenen Wechselstuben ein paar Euros in die Landeswährung
der V.A.E., die sich Dirham (DH) nennt. Für einen Euro gab es umgerechnet 4,45
DH (Stand: 16.09.2006). Mit
einem von unserem Reiseveranstalter organisierten Taxi fuhren wir zu unserem 5
Sterne Hotel Mövenpick Bur Dubai, welches sich in der Nähe des „Wafi City Centre“
befindet. Hier haben wir die beiden folgenden Nächte verbracht. Beim Einchecken
im Hotel konnte uns die sehr freundliche Dame am Empfang zunächst nicht im System
finden, was sich dann kurze Zeit später geklärt hat. Professionalität ist alles,
das dachte sich sicherlich Sabrina, die deutsche Rezeptionistin, denn ohne unser
Zutun bekamen wir als kleine Entschädigung für die Verzögerung ein Zimmer-Upgrade
von Standard auf Executive Room. Die
Wartezeit kam uns gar nicht so lange vor, da Sabrina uns sehr auskunftsfreudig
alle unsere Fragen, wo finden wir was und wie kommen wir dort hin usw., beantwortete.
An der Stelle noch einmal ein große Lob an Sabrina. Unser Executive Zimmer
und überhaupt das gesamte Hotel und deren Bedienstete waren ausnahmslos hervorragend.
Besonders erwähnenswert ist der Pool auf dem Dach des Mövenpick Hotels mit
Blick auf Dubai City. Nachdem
wir das Zimmer bezogen, uns ein wenig frisch gemacht und umgezogen haben, starteten
wir gegen 10 Uhr unsere Entdeckungstour durch Dubai mit der „Blauen Bus Route“.
Das ist ein ausrangierter Doppeldeckerbus, der zuvor seine Dienste in London geleistet
hat. Die „Blaue Route“ führt entlang der Küste; die „Rote Route“ führt am
Creek entlang in Richtung „Gold Souk“. Ein- und Aussteigen konnte man immer an
festen Haltestellen. Wir haben die Blaue Route deshalb als erstes gewählt, weil
sie uns direkt zu DEM Wahrzeichen Dubais, wenn nicht sogar der gesamten Vereinigten
Arabischen Emirate schlechthin führte, zum Burj Al Arab.  Entlang
der Jumeirah-Küste liesen wir uns den backofenähnlichen warmen Fahrtwind durch
die Haare wehen. Vorbei an unzähligen Baustellen, Wolkenkratzern, wie z. B. den
Emirates Towers oder dem World Trade Centre, erblickten wir schon von weitem
das weltberühmte Burj Al Arab, welches sich majestätisch aus dem Meer erhob.
Der
Bus hielt direkt am öffentlichen Strand von Jumeirah an, von wo aus wir einen
guten Blick auf die rechte Seite des Burj Al Arab hatten. Das
luxuriöse im Jahre 1999 eröffnete Hotel, das sich auf einer extra künstlich angelegten
Insel befindet, ist das einzige 7-Sterne Hotel der Welt. Mit seinen 321 m hohen,
einem Segel nachempfundenen Gebäude und seinem Hubschrauberlandeplatz auf der
28. Etage ist es wahrlich ein architektonisches Meisterwerk. Das
Pendant hierzu ist das einer Welle nachgeahmte Jumeirah Beach Hotel. Es befindet
sich auf dem Festland in unmittelbarer Nähe des Burj Al Arab. Zu
Fuß ging es nun vom Strand mit dem herrlich weichen Sand zum Eingang des Burj
Al Arab. Jeder Schritt war bei den nahezu 50 °C eine regelrechte Kraftanstrengung.
Völlig durchschwitzt und um zwei Liter Mineralwasser leichter erreichten wir nach
wenigen Minuten den Haupteingang. Die Pforte des Hotels ist gut bewacht und selbige
darf nur von angemeldeten Gästen oder gegen Bezahlung überschritten werden. Für
Fotoaufnahmen gestattete uns der Wachmann jedoch kurz hinter die Polleranlage
zu gehen. Nachdem
wir zig Fotos geschossen haben, machten wir uns wieder auf den Weg zur Bushaltestelle,
die beim Souk Madinat Jumeirah war. Auf der Karte sah alles so nah aus,
aber wie wir im Laufe unseres Aufenthaltes feststellten, unterschätzt man schnell
die Entfernung. Dieser zwanzig minütige Marsch bei solch einer Hitze prägte uns
nachhaltig und wir beschlossen, künftig auf ein klimatisiertes Taxi umzusteigen.
Wir nahmen uns noch Zeit, um durch den Souk zu schlendern, allein deswegen, weil
er klimatisiert war. Anfangs bekommt man erst einen Kälteschock, deshalb ist es
ratsam, sich immer ein leichtes Tuch mitzunehmen, um sich nicht zu erkälten. Wer
nichts dergleichen dabei hat, wird hier bestimmt fündig. Kleidung, Schmuck und
Möbelstücke sind nur einige Artikel, die man im Souk Madinat Jumeirah kaufen kann.
Darüber hinaus gibt es noch diverse Restaurants und Bars. Wir
setzten uns im Doppeldeckerbus wieder ganz nach oben in den freien Bereich und
fuhren die „Blaue Bus Route“ zum Ausgangspunkt, wo wir auf die „Rote Bus Route“
umstiegen. Diese führte uns entlang des 14 km langen Dubai Creek, der das
Stadtzentrum von Dubai in zwei Teile teilt. Hier im Stadtteil Deira (Deira bedeutet
so viel wie "die andere Seite") liegen traditionell etliche Dhaus (das
sind große Teakholz-Schiffe) vor Anker, die über und über mit Waren beladen werden
und dann in alle Herrenländer schippern. Einige davon wurden zu Restaurants umfunktioniert.
Unser
Ziel war das City Centre, eine riesige Einkaufs-Mall, wo man alles - sogar
zu erschwinglichen Preisen - kaufen kann. Allein der im City Centre ansässige
Supermarkt mit seinen 50 Kassen war so riesig, dass man nicht von der einen zur
anderen Seite schauen konnte. Selbst wenn, so wäre es unmöglich gewesen, da die
mit Sicherheit ca. 6 m hohen Regale vollgestopft waren mit Produkten, die es bei
uns in Deutschland auch zu kaufen gibt. Allerdings nicht nur in der normalen Packungsgröße,
sondern in XXL. Ihr erinnert euch, es muss immer alles größer und besser sein,
aber nicht unbedingt teurer! In den Emiraten gibt es z. B. keine Mehrwertsteuer,
so dass die Produkte zum großen Teil viel günstiger waren als bei uns. Für eine
Dose Coca Cola zahlte man nur umgerechnet 20 Cent. So viel zahlt man bei uns nahezu
allein fürs Pfand. Wir
suchten eines der vielen Schnellrestaurants im City Centre auf und haben für umgerechnet
noch nicht einmal 12 Euro inkl. Getränke beide den Teller randvoll mit Hühnchenfleisch
und Reis in pikanter Soße. Ganz zu Melanies Freude kamen wir auch noch an einem
Starbucks Café vorbei, wo wir uns erst einmal einen Milchkaffee haben schmecken
lassen. Nach dem üppigen Mahl und dem leckeren Kaffee sind wir in dem Shopping-Centre
noch ein wenig umhergeschlendert und haben uns dann dazu entschlossen, mit dem
Taxi zum Hotel zurück zu kehren. Ein Taxi haben wir auf der Straße angehalten,
weil sich im Einkaufszentrum selber - vor dem eigentlichen Taxistand - eine giga
lange Schlange von Menschen gebildet hat, die alle mit dem Taxi befördert werden
wollten. Es war aber gar nicht so leicht, ein Taxi vor dem City Centre zu bekommen,
denn die Taxen, die das Areal befahren, müssen in die dafür vorgesehenen Taxibuchten
fahren, um Kunden des Centres aufzunehmen. Kunden, die direkt vor dem Centre ein
Taxi anhalten möchten, werden - eigentlich - nicht mitgenommen, sondern darauf
verwiesen, sich im Centre in die Schlange anzustellen. Sollte ein Taxifahrer dennoch
einen Fahrgast vor dem Centre aufgreifen und er wird dabei „erwischt“, muss er
eine Strafe von mind. 200 DH zahlen. Ganz
in der Nähe des City Centre befindet sich die Skihalle, die eine schneebedeckte
Fläche von 22.500 m² hat. Wer keine Lust mehr auf Backofentemperatur draußen hat,
kann sich hier bei konstanten –1 bis –2 °C abkühlen lassen. Im Eintrittspreis
sind bereits Leihgebühren für Kleidung und Ausrüstung enthalten. Für
den ersten Tag hatten wir recht viele Eindrücke von Dubai und seinen Sehenswürdigkeiten
erhalten. Völlig übermüdet sind wir ins Bett gefallen und hatten eine geruhsame
erste Nacht in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
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