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Tag | Sonntag, 17.09.2006 Dubai - Sharjah - Dubai | Entfernung: à 10
km
Abholzeit
für unsere Rundreise, die am Sonntag startete, war erst um 14:30 Uhr in der Hotel-Lobby.
Entsprechend ruhig haben wir auch den Tag begonnen. Nach einem ausgiebigen
Frühstück, das sehr reichhaltig war, schnappten wir uns einen Taxifahrer, der
uns zu einigen Highlights in Dubai fahren sollte, die nicht wirklich auf unserer
Rundreise angesteuert wurden. So hielten wir z. B. beim "MIRAJ - Islamic Art
Centre". Hier werden Kunstwerke verkauft, die nichts für den kleinen Geldbeutel
sind; immerhin sind die Kosten für den Versand enthalten.  Unter
anderem steuerten auch wir die Jumeirah Grand Mosque an, den Gold & Diamanten
Park und hielten an der Baustelle des angehenden größten Turms der Welt, dem Burj
Dubai an der Sheik Zayed Road. Nach neuesten Spekulationen soll das Gebäude
an die 800 m hoch werden, mit der Option, dieses zu erhöhen. Wie hoch es letztendlich
werden soll, sehen wir dann in 2008, bis dahin soll der Bau abgeschlossen sein.
Die Baukosten belaufen sich auf ca. 1,2 Milliarden Euro, die sich die regierende
Al-Maktoum-Familie noch nicht einmal von der Bank finanzieren lassen musste.
 Die
Zeit ging mal wieder rasend schnell vorbei, so dass wir zurück zum Mövenpick
Hotel fuhren, wo wir uns mit der Reisegruppe trafen. Der Toyota-Bus, in dem 20
Personen Platz nehmen konnten, fuhr uns und zwölf weitere Rundreiseteilnehmer
- darunter auch einige aus Österreich und der Schweiz - zunächst über die
gut ausgebauten und sehr lebhaften Straßen Dubais ins Nachbar-Emirat Sharjah,
deren Hauptstadt Sharjah City ist.  Mit
600.000 Einwohnern ist Sharjah das drittgrößte Emirat. Aufgrund des geringen
Erdöl-Vorkommen konnte es mit dem Wachstum und Reichtum von Dubai und Abu Dhabi
nicht mithalten. Für Sharjah spricht auf jeden Fall der geringere Mietpreis, so
dass einige V.A.E.-Bewohner es bevorzugen, dort zu leben und in Dubai zu arbeiten.
Der Nachteil ist das - gerade morgens und abends - hohe Verkehrsaufkommen, wenn
alle Pendler zur Arbeit fahren bzw. wieder zurück. Sharjah ist das konservativste
Emirat von allen, da ein ausnahmsloses Alkoholverbot - also auch in den Hotels
- besteht. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss mit hohen Geldstrafen, bei
Wiederholung sogar mit Gefängnis, rechnen. Des weiteren dürfen hier nur Muslime
die Moscheen betreten, allen Nicht-Muslimen ist der Zutritt verwehrt. Herrscher
von Sharjah ist seit 1972 Sultan bin Muhammad Al-Qasimi.  Vorbei
an der König Faisal Moschee machten wir einen kurzen Fotostopp an einer
bedeutenden Gedenksäule inmitten einer Parkanlage, die umsäumt war von
Höchhäusern mit glänzenden Fassaden. Die sieben Muscheln der Gedenksäule
mit den darin befindlichen Perlen soll jeweils ein Emirat darstellen und die große
Kugel an der Spitze steht für die Allianz als eine Einheit. Unser
weiterer Weg führte uns zum Rolla Square, wo eine Rolla-Baum-Skulptur steht,
die an dieser Stelle einmal wuchs. Der spanische Architekt Rolla entwarf aufgrund
eines Wettbewerbes diese Skulptur. Das Baum-Denkmal soll an die enge Verbundenheit
des Herrschers zu seinem Volk erinnern. Heute wird der Platz für gelegentliche
kulturelle Veranstaltungen genutzt. Unser
nächster Japanerstopp galt der "Moschee der Vergebung". Sie wurde vom Vater
des Prinzen gewidmet, der im alkoholisierten Zustand mit seinem PKW tödlich
verunglückte. Mit dieser Moschee zeigt der Vater seine Vergebung, dass sein Sohn
Alkohol konsumiert hat und ums Leben kam. 
Als nächstes Stand das Al Hisn Fort auf unserem Plan. Zwischen den Fahrspuren
der Al-Boorj Avenue und hohen Gebäuden kann man das damalige alte Quartier
des Herrschers von Sharjah besuchen. Erbaut wurde es 1820 und für alle Besucher
ist der Eintritt kostenlos. Neben Schmuck, Waffen und historisch eingerichteten
Räumen kann man sich einen Film über die Geschichte Sharjahs in englischer Sprache
ansehen. Nur
wenige Schritte vom Al Hisn Fort entfernt besuchten wir den Alten Souk
(Souk Al Arsa), der auf Touristen ausgerichtet ist. Schmuck, Teppiche, Kleidung
und vieles mehr kann man hier käuflich erwerben. Das Handeln sollte man nicht
vergessen. Während
Melanie Ausschau nach einem schicken, typisch arabischen Oberteil hielt, hat Alexander
eine Büste von einem österreichischen Herren im Schaufenster entdeckt, der
der deutschen Geschichte erheblich geschadet hat. War schon seltsam, so etwas
zwischen Lampen, Vasen und Shishas zu sehen.  Bevor
es wieder zurück nach Dubai ging, besuchten wir den Souq al-Markazi, der
auch als Blauer Souq bekannt ist. Er liegt direkt am Creek und lädt nicht
nur innen mit über 600 Geschäften auf zwei Etagen verteilt, sondern auch außen
zum Verweilen ein. Vor allem abends kommen auch gerne Einheimische in den Souk,
da das Gebäude rund um die Uhr geöffnet hat. Um
kurz nach 18 Uhr kamen wir wieder in unserem Hotel in Dubai an. Nachdem wir erst
einmal unter die Dusche gingen und uns frische Klamotten angezogen haben, setzten
wir uns ins Taxi, um erneut das Burj al Arab aufzusuchen. Nur dieses Mal wollten
wir ein paar schöne Aufnahmen vom Lichterspiel des Hotels by night machen.
Folgender Hinweis an Hobby-Fotografen: Ein Stativ vor dem Burj al
Arab aufbauen ist kein Thema, jedoch nicht nahe der Polleranlage, wo wir am Vormittag
zuvor noch fotografieren durften! Laut Wachmann ist der Gebrauch eines Stativs
vom Hotelmanagement untersagt. Den Abend ließen wir wieder im City Centre
bei einem leckeren Essen ausklingen. Als wir zurück zum Hotel wollten, stellten
wir uns dieses Mal in der langen Schlange an, um ein Taxi zu bekommen. Zu unserem
Erstaunen dauerte es auch gar nicht lange bis wir an der Reihe waren. Man darf
sich also nicht von der Menschenansammlung erschrecken lassen, man kommt schneller
vom Fleck weg als vor der Türe vergeblich nach einem Taxi Ausschau zu halten.
Außerdem führte die Schlange direkt an einem Stand von Dunkin' Donuts
vorbei ... Aber apropos Taxi rufen. Taxifahrer in den V.A.E. reagieren in der
Regel auf Handzeichen. Vielleicht war es nur Zufall, aber wenn Melanie nach einem
Taxi gewunken hat, hielt keines an. Wenn hingegen Alexander den Arm hob, blieb
sofort eins stehen - woran das nur lag … ;o)
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