| Wissenswertes
über Südafrika von A bis Z | Allgemeines:
Fläche:1.219.912 km²
Einwohner: gesamt 44.344.136 Ew., davon 79 % Schwarze, 9,6 % Weiße,
8,9 % Coloureds (Mischlinge) und 2,5 % Asiaten Hauptstadt und Regierungssitz
von Juli bis Dezember: Pretoria/Tshwane (ca. 1,6 Mio. Einwohner) weitere
Städte: Durban/e Thekwini (1 Mio. Ew.), Johannesburg
(ca. 6 Mio. Ew.), Kapstadt (3,5 Mio. Ew.), Port Elizabeth (305 000 Ew.)
Lage: zwischen 22° und 35° südlicher Breite - 16° und 33° östlicher Länge
Nachbarländer: Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia Im
südafrikanischen Staatsgebiet befinden sich die eigenständigen Königreiche
Swaziland
und Lesotho. Südafrika wird in 9 Provinzen gegliedert, diese sind:
Eastern Cape, Free State, Gauteng, KwaZulu-Natal, Mpumalanga, North-West, Northern
Cape, Northern Province und Western Cape Höchster Berg: Injasuti (3.446
m) Staatsform: Präsidialrepublik mit föderalen Elementen Amtierender
Präsident (zum Zeitpunkt unserer Reise): Thabo Mbeki Beste
Reisezeit: Da
sich Südafrika auf der Südhälfte des Erdglobus befindet, ist das Klima und
die Jahreszeiten unseren Jahreszeiten entgegengesetzt. Dies bedeutet, wenn wir
in Deutschland Sommer haben, so ist in Südafrika Winter. Wobei man das auch
nicht wirklich als "Winter" bezeichnen kann.
Die beste Reisezeit für den nördlichen Teil von Südafrika, insbesondere
für eine Safari im Krüger
Nationalpark,
sind die dortigen Winter-/Frühjahrsmonate, also zwischen Juni und Oktober.
In dieser Zeit fällt weniger Regen als sonst und das Gras steht nicht zu
hoch, was sehr günstig für Tierbebobachtungs-Touren ist. Ein weiterer
Vorteil ist die geringere Malaria-Ansteckungsgefahr. Die Tages-Temperaturen liegen
in der Zeit für diese Region in etwa bei 25° Grad C, jedoch kann es nachts
frisch werden. Ein Nachteil ist, dass die Tiere eher im Sommer ihre Jungen zur
Welt bringen. Die Ostküste, wie z. B. die Region um Durban herum,
lädt ganzjährig zum Baden ein. Jedoch muss man das ganze Jahr über
mit weniger warmen Wasser-temperaturen des Indischen Ozeans rechnen. Die Temperaturen
sind im Sommer sehr hoch und die Luftfeuchtigkeit steigt. Die geringste
Niederschlagswahrscheinlichkeit ist im Frühling (Ende August bis Anfang Oktober)
und im Herbst. Vor allem für Blumenliebhaber ist diese Zeit sehr zu empfehlen,
weil dann das ganze Land in den schillerndsten Farben blüht und man insbesondere
im Frühling Wahle beobachten kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Preise
im Frühling günstiger sind, da diese Jahreszeit in die Nebensaison fällt.
Hauptsaison und die beste/wärmste Reisezeit für den südlichen
Teil Südafrikas (Garden Route) sind die Monate Dezember bis März.
Nähere Infos über Temperaturen, Niederschlag und Sonnenstunden
erhaltet ihr auf unserer Seite
Klimatabelle.
Einreise für Deutsche: Als
Bürger der Bundesrepublik Deutschland benötigt man einen Reisepass, der bei Reiseantritt
noch mindestens 3 Monate gültig sein muss. Möchte
man eines der Nachbarländer wie z. B. Swaziland besuchen, werden entsprechende
Visa an der jeweiligen Grenze ausgestellt. Im Reisepass selber sollten noch mind.
zwei freie Seiten für den Aufkleber des Touristenvisums und Ein-/Ausreisestempel
vorhanden sein. Entfernung
Frankfurt
am Main - Johannesburg = 8.684 km Kapstadt - Frankfurt am Main = 9.384 km
Feiertage: 01.01. Neujahrstag 21.03. Tag der Menschenrechte (Massaker
von Sharpeville, 1960) März/April Karfreitag März/April Ostermontag/Familientag
27.04. Freiheitstag (Nationalfeiertag) 01.05. Tag der Arbeit 16.06.
Tag der Jugend/Soweto Day (Schüleraufstand von Soweto, 1976) 09.08. Nationaler
Frauentag (Aufstand der Frauenliga, 1956) 24.09. Heritage Day/Tag des kulturellen
Erbes (Thema ändert sich jährlich) 16.12. Tag der Versöhnung (Schlacht
am Blood River, 1838) 25.12. Weihnachten 26.12. Tag des Guten Willens
Fällt einer dieser Feiertage auf einen Sonntag, so gilt der darauf folgende
Montag als Feiertag. Diese Regelung finden wir persönlich sehr arbeitnehmer-
freundlich und könnte auch ruhig bei uns in Deutschland eingeführt werden.
;-) Flugdauer: Frankfurt Rhein Main Airport - Johannesburg
(O.R. Tambo International) 10 Stunden und 45 Minuten Durban - Port
Elizabeth 1 Stunde und 10 Minuten Kapstadt (Cape Town International)
- Frankfurt Rhein Main Airport 11 Stunden und 30 Minuten Fotografieren/Filmen:
Militärische Anlagen dürfen, wie auch in anderen Ländern der Welt,
nicht fotografiert oder gefilmt werden. Vor dem Fotografieren oder Filmen von
Personen sollten diese um Erlaubnis gefragt werden. Wir haben kaum kamerascheue
Menschen getroffen, ganz im Gegenteil; womit man allerdings rechnen muss ist,
dass einige anschließend die Hand aufhalten.
Impfungen: Vorgeschrieben sind für Reisende aus Europa keine Impfungen.
Empfohlen wird eine Hepatitis A und B Impfung. Wer in den nördlichen Teil
Südafrikas reisen möchte (Krüger Nationalpark, Kwazulu-Natal) sollte
auf jeden Fall eine Malaria-Prophylaxe dabei haben. Wir selber hatten "Malarone"
als Stand-by-Variante in unserer Reiseapotheke. Um Insektenstichen vorzubeugen,
haben wir uns mit dem Anti-Insektenspray "Deet" eingedeckt.
Wie immer empfehlen wir, vor Reiseantritt einen Arzt zur weiteren Beratung aufzusuchen.
Kleidung: In den Sommermonaten ist leichte Kleidung zu empfehlen.
Jedoch sollte man vor allem in den Abendstunden lange Hosen und Oberteile anziehen,
um sich vor Mückenstichen zu schützen. Auch im Herbst/Winter sollte
man sich einen Mix aus leichter und etwas wärmerer Kleidung mitnehmen. Wir
selber hatten u. a. einige Zip-Hosen dabei und konnten so variabel mit der Beinlänge
sein. Insbesondere in den Morgenstunden als wir zur Safari aufbrachen, war es
noch sehr frisch und wir waren froh, eine dickere Jacke dabei zu haben. Bequemes
Schuhwerk sollte natürlich auch nicht fehlen. Sonnencreme ist obligatorisch
und da es hin und wieder doch mal regnen kann, schadet es nicht, einen kleinen
Regenschirm mit einzupacken. Kriminalität: Insbesondere
in den Großstädten Johannesburg, Durban,
Pretoria und Kapstadt
muss man mit einer hohen Gewaltbereitschaft rechnen. Überfälle sind
an der Tagesordnung und man sollte gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen, um
nicht Opfer eines Überfalls zu werden. Hier einige allgemeine Tipps:
- Wertgegenstände (Schmuck, Kameras, Geld usw.) nicht offensichtlich
zur Schau tragen. Am besten nur das Notwendigste an Bargeld mitnehmen und
Ausweis sowie sonstige Dokumente im Zimmersafe lassen. - Nicht bei Dunkelheit
durch die Straßen spazieren.
- Möglichst in organisierten Gruppen
Stadtbesichtigungen und Township-Besuche unternehmen.
- Nicht per Anhalter
fahren und auch keine mitnehmen.
- Taxis am besten über die Hotel-Rezeption
ordern.
- "Car-Checking" oder "smash-and-grab" wie
es auch genannt wird, ist eine verbreitete Methode, selbst wenn man im Auto unterwegs
ist, diese zu überfallen. Deshalb Fenster und Türen stets geschlossen
halten und auch hier darauf achten, dass nichts Wertvolles sichtbar im Auto zu
sehen ist.
- Möglichst nur Hauptverkehrsstraßen benutzen.
- Wenn
man in Kontakt mit Polizei oder Ordnungshütern tritt, sollte man sich vorher
den Dienstausweis zeigen lassen.
Wir
haben die Erfahrung gemacht, dass viele Einwohner sehr freundlich und auskunftsfreudig
uns gegenüber aufgetreten sind. Leider kann man nicht hinter die Stirn der
Leute schauen, ob sie es mit einem gut meinen oder was anderes im Schilde führen.
Deshalb sollte man grundsätzlich ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden
aufbringen. Denn aus einer vermeintlich harmlosen Situation kann plötzlich
mehr passieren.
Post: Von unseren Postkarten, die wir nach Deutschland geschickt haben,
trafen die ersten nach rund einer Woche ein. Pro Briefmarke zahlten wir 4 Rand
(ca. 0,37 Euro). Am besten man gibt Briefe/Postkarten direkt beim Postamt ab.
Sprache: Südafrika hat gleich mehrere Amtssprachen: Afrikaans,
Englisch, Ndebele, Nordsotho, Setswana, Sotho, Swati, Tsonga, Venda, Xhosa und
Zulu. Afrikaans ist ein Sprachmix aus Niederländisch und Englisch, deshalb
kommt man mit Niederländisch auch gut weiter. Deutsch wird eher selten gesprochen.
Stromspannung: Die Stromspannung in Südafrika ist (fast überall)
220/230 Volt mit 50 Hz Wechselstrom. Einen "Universalstecker" (Weltreiseadapter
für Afrika) kann man zwar mitnehmen, dieser reicht jedoch nicht aus, da er
nicht passt. Man benötigt zusätzlich einen Adapter, der drei runde Kontakte
hat (Dreipoolstecker), wovon ein Stift länger und etwas dicker ist. Solch
ein Stecker ist uns hier in Deutschland bisher noch nicht begegnet, aber in Südafrika
ist das kein Thema. In größeren Supermärkten bekommt man so einen
Dreipoolstecker. Einige Hotels
stellen diese auch kostenlos ihren Gästen zur Verfügung.
Telefonieren/Internet/Handy: Das
Telefonnetz in Südafrika ist ziemlich gut ausgebaut, vor allem in den größeren
Städten. Münztelefonzellen sind blau gekennzeichnet und die Zellen mit Kartenfunktion
grün. Gespräche sind an den öffentlichen Telefonzellen um einiges
günstiger als in den Hotels. Ländervorwahl nach - Deutschland:
0949 - Österreich: 0943 - Schweiz: 0941 - Südafrika: 0027
Notrufnummern: Polizei 10111, Notarzt 10177, Feuerwehr 10111
Der
Handyempfang in Südafrika war immer gut, sofern man bei E-Plus, O2, T-Mobile
oder Vodafone ist, da diese Anbieter Roamingverträge mit den südafrikanischen
Netz-Anbietern Vodacom und MTN haben. Der Versand von MMS und SMS ist möglich.
Kostenpunkt für eine SMS liegt bei rund 0,39 Euro (Stand: Oktober 2007)
Auf unserer Rundreise besuchten wir auch das Königreich Swaziland und
hier hatten wir überhaupt keinen Handy-Empfang. Internet-Cafés
gibt es in Südafrika
wie Sand am Meer, insbesondere in größeren Ortschaften wie z. B. Johannesburg,
Pretoria, im Krüger Nationalpark, Durban, Port Elizabeth, Knysna, Stellenbosch
und vor allem in Kapstadt. Die Preise sind sehr unterschiedlich. In unserem Hotel
in Oudtshoorn
verlangte man z. B. 5 Euro für 20 Minuten. In einem kleinen Laden in Knysna
wurde hingegen nur 1 Euro für 30 Minuten verlangt. Das Internet-Länderkürzel
für Südafrika ist: .za
VAT - Mehrwertsteuer:
Die Mehrwertsteuer - auch als VAT (Value Added Tax) bekannt - beträgt in
Südafrika derzeit 14 % und ist in den meisten Waren und Dienstleistungen
bereits eingeschlossen. Jedoch kann man als ausländischer Besucher sich diese
bei Ausreise vom VAT Office des Flughafens rückerstatten lassen. Voraussetzung
hierfür ist, dass der Warenwert 250 Rand übersteigt, der Einzelpreis
pro Ware nicht unter 50 Rand ist (ansonsten kein "VAT-Refund" möglich)
und die Originalrechnungen vorgelegt werden können. TIPP: Darauf
achten, dass auf dem Beleg die Mehrwertsteuer (VAT) vermerkt ist. Zusätzlich
muss die VAT-ID und die Anschrift des Geschäftes/Verkäufers zu sehen
sein, die genaue Artikelbezeichnung und das Kaufdatum muss ausgewiesen sein. Manchmal
ist es erforderlich, den Verkäufer explizit darauf hinzuweisen, dass man
eine Quittung mit den genannten Kriterien benötigt, was in der Regel jedoch
kein Problem darstellt. Damit nicht immer ein neuer Grundfreibetrag beim
VAT-Refund-Office zu Grunde gelegt wird, empfiehlt es sich, alle Rechnungen auf
den Namen einer einzigen Person ausstellen zu lassen. Dienstleistungen wie
z. B. der Restaurantbesuch oder Friseur sind nicht erstattungsfähig. Die
VAT wird nur bei Waren erstattet, die man tatsächlich aus dem Land ausführt
(z. B. eine Lampe aus Straußenei, Kleidung etc.).
Beim VAT Office am Flughafen müssen folgende Unterlagen vor dem Einchecken
vorgelegt werden:
- die Originalrechnung(en)
- das Antragsformular auf VAT-Rückerstattung
(erhältlich beim VAT Office)
- die gekauften Waren
- der Reisepass
Nachdem
die Formalitäten erledigt sind (als Zeitaufwand sollte man ca. 30 Minuten
einkalkulieren), erhält man den VAT-Betrag in Euro oder in jeder anderen
Währung zurück. Verkehr: In Südafrika herrscht
Linksverkehr. Mietwagen-Stationen von AVIS, Sixt, Budget usw. gibt es so gut wie
überall. Wer sich ein Auto leihen möchte, muss mindestens 21 Jahre alt
sein und einen internationalen Führerschein vorlegen, alternativ einen gültigen
Führerschein mit amtl. beglaubigter Übersetzung in englischer Sprache.
Das Anlegen des Sicherheitsgurtes ist Pflicht und die Promillegrenze liegt
bei 0,0. Die Straßen in Südafrika sind im Allgemeinen in einem
recht guten Zustand. Ausnahmen bestätigen die Regel, so kann es in ländlichen
Regionen durchaus vorkommen, in das ein oder andere Schlagloch zu fahren.
In den Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h, auf
Landstraßen 100 km/h und auf Autobahnen max. 120 km/h. Währung:
Südafrika hat als Landeswährung den Rand (ZAR). Es gibt in verschiedenen
Farben folgende Banknoten: 10, 20, 50, 100 und 200. Als Hartgeld hat Südafrika
1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent-Münzen sowie 1, 2 und 5 Rand Münzen, die silber
sind. Ein Rand sind 100 Cent 1 Euro = ZAR 7,55 (Stand: 01.11.2007)
Geld sollte man erst bei Ankunft tauschen. Wechselstuben an südafrikanischen
Flughäfen haben immer geöffnet, wenn ein internationaler Flug erwartet
wird. Darauf achten, dass man einen Beleg ausgehändigt bekommt, da man ihn
später evtl. beim Rücktausch vorlegen muss. Geld wird nur getauscht,
wenn man sich mit einem Reisepass o. ä. ausweisen kann. Die gängisten
Kreditkarten, wie z. B. von VISA, American Express oder Diners, sind weit verbreitet
und werden fast überall akzeptiert. Einfuhr der Landeswährung ist
auf 5.000 Rand und die Ausfuhr auf 500 Rand beschränkt. Zeitverschiebung:
Der Zeitunterschied zwischen Südafrika und Deutschland beträgt +1 Stunde
(MEZ +1). Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr ist, so ist es in Südafrika 13:00
Uhr. Mit Ausnahme der Sommermonate, denn in der Sommerzeit (MESZ) sind wir mit
Südafrika zeitgleich. |