1. Tag vom Rundreisebericht Südafrika | Frankfurt - Johannesburg

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Reisebericht Südafrika

Mittwoch, 19.09.2007 | Frankfurt - Johannesburg | Entfernung: 8.684 km

Wir bezeichnen uns selber nicht als Reiseanfänger, aber so schwer wie mit der Planung dieser Reise haben wir es uns noch nie gemacht. Das Problem war, wir haben beide vor der Buchung zwei dicke Reiseführer über Südafrika gelesen und zig Reisereportagen über das Land gesehen. Zudem saßen wir immer wie gefesselt vor dem Fernseher, wenn mal wieder eine deutsche Familie nach Südafrika ausgewandert ist.

Entsprechend groß waren auch unsere Vorstellungen von dieser Reise. Wir wollten so viel wie möglich innerhalb von zwei Wochen sehen und nicht gleich ein Vermögen loswerden; und genau das war das „Problem“. Wir wälzten alle möglichen Reisekataloge, legten sogar extra eine Gegenüberstellung an, welcher Veranstalter was in seinen Touren anbietet und konnten uns einfach nicht entscheiden. Am liebsten wäre uns eine Kombination aus mehreren angebotenen Südafrika-Rundreisen gewesen, aber das war leider nicht möglich.

Nach langem Hin und Her, die Entscheidung zog sich nahezu ein halbes Jahr hin, buchten wir dann endlich unsere lang ersehnte Rundreise „Klassisches Südafrika“, die besonders für Einsteiger geeignet sein soll. Vorgesehener Durchführungs-Termin war vom 26. September bis zum 10. Oktober 2007. Vier Wochen nach der Buchung meldete sich unser Reiseveranstalter und meinte, dass sie nicht genügend Teilnehmer zusammen bekommen würden und ob wir bereit seien, evtl. eine Woche früher zu fliegen. Na gut, dann fliegen wir eben eine Woche früher als ursprünglich geplant.

Jetzt, wo definitiv alles unter Dach und Fach war, mussten noch entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Reiseapotheke füllen, geeignete Klamotten kaufen, die auch Mückenstich sicher sind und so weiter.

Ruck zuck hatten wir dann auch den 19. September 2007 und unser Abenteuer Südafrika konnte beginnen. Dass das Abenteuer bereits am Frankfurter Flughafen begann, hatten wir so auch noch nicht erlebt. Wir waren mindestens 2 ½ Stunden vor Abflug am Schalter der South African Airways und die Dame beim Check In sagte doch tatsächlich, dass wir keinen Sitzplatz mehr nebeneinander haben könnten. Es ginge nicht, weil unser Veranstalter ein Kontingent geblockt hätte. Na, das verstehen wir dann erst recht nicht. Wenn unser Veranstalter angeblich ein ganzes Kontingent hat, wieso sitzen dann nicht die Personen nebeneinander, die auch zusammen gebucht haben? Immerhin ist das nicht nur ein zwei Stunden Flug, wo man mal durchaus auseinander sitzen könnte. Bis nach Johannesburg dauert der Flug knapp 11 Stunden und da möchten wir schon zusammen sitzen. Angeblich könne sie nichts mehr machen, es tue ihr Leid, bla bla bla … Ziemlich angesäuert stiegen wir getrennt ins Flugzeug ein. Melanie saß in Reihe 48 Platz A (am Fenster) und Alexander in Reihe 41 Platz F (Mittelplatz in der 4er-Reihe). Was für ein Glück, dass wir Sitztauschpartner gefunden haben, die in der gleichen Situation waren, nicht von vornherein nebeneinander sitzen zu können. So konnten wir den langen Flug doch noch beisammen sitzen und uns endlich auf den Urlaub freuen. Reguläre Startzeit war 20:45 Uhr, doch weil am Frankfurter Flughafen wie immer einiges los war, hoben wir erst um 21:25 Uhr Richtung Johannesburg ab. Nun standen uns 8.684 km Nachtflug bevor. Einen Nachtflug nach Südafrika würden wir jederzeit wieder bevorzugen, da ein Jetlag so vermieden werden kann, was auch auf die geringe (bis gar keine) Zeitverschiebung zurückzuführen ist. Positiv überrascht waren wir von dem „großzügigen“ Platzangebot in der Economy Class im A340-600 der South African – und das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint. Selbst wenn man die Beine übereinander schlug, hatten wir immer noch ausreichend Platz zum Vordersitz. Jeder hatte seinen eigenen Monitor, der neben der Fernbedienung auch per Touch-Screen bedient werden konnte und das Unterhaltungsprogramm reichte über aktuelle Filme (z. B. Fluch der Karibik 3 oder Ocean’s 13), über Radioempfang bis hin zu diversen Spielen. Sehr gut war auch, dass die Crew oft vorbei ging, um Getränke oder dergleichen auszugeben.

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