1./2. Tag: Flug von Frankfurt nach Singapur
Montag, 13. / Dienstag, 14. September 2010 | Frankfurt - Singapur = 10.281 km
Diese Reise fing gut an ... Wir haben den Beweis dafür, dass wir für einen dreiwöchigen Urlaub nach Australien via Singapur zu viel in unsere Koffer gepackt hatten. Kaum waren wir in den ICE, der uns zum Frankfurter Flughafen brachte, eingestiegen, riss ein Griff von Alexanders Koffer einseitig aus der Verankerung. Entweder war dies eine Auswirkung vom Training im Fitness-Studio oder altersbedingte Materialermüdung. Tendenziell schieben wir den Umstand erst einmal auf Alexander, später auf das Material; denn zu einem späteren Zeitpunkt unserer Reise verabschiedete sich auch der halbe Griff von Melanies Koffer. :o)
Wir fassten die Koffergriff-Angelegenheit nicht als schlechtes Omen auf - schließlich hatten die beiden Koffer mehr als einen Griff zur Auswahl - und waren guter Dinge, dass diese Reise ein super-tolles Erlebnis werden wird und wir eine Vielzahl an Fotoaufnahmen mit nach Hause bringen würden.
Klasse! Das nächste Erlebnis lies auch gar nicht lange auf sich warten. Bombendrohung am Frankfurter Flughafen! Bevor wir überhaupt am QANTAS-Schalter einchecken konnten, wurde die halbe Check-In-Halle aufgrund eines herrenlosen Gepäckstückes gesperrt. Nach einer halben bis dreiviertel Stunde checkten wir dann endlich ein und zu unserer Verwunderung lag das Gewicht unserer Koffer ganz im Rahmen des Erlaubten.
Wir fragten uns, welches Abenteuer uns wohl noch auf dieser Reise erwarten würde ...QANTAS brachte uns ans andere Ende der Welt - erstes Ziel: Singapur. Wir wundern uns bis heute, wie schnell doch dieser Flug verstrichen war. Zum ersten Mal haben wir einen Großteil der Flugzeit im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen. Nach 10.281 km sowie 10 Stunden und 30 Minuten war um 17:30 Uhr Ortszeit "Touchdown" am Singapore Changi Airport und wenige Augenblicke später hatten wir unseren Einreisestempel im Reisepass. Wir waren nun in Singapur, der Löwenstadt! Der Name "Singapur" stammt aus dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus "singha"
(= Löwe) und "pura" (= Stadt): Löwenstadt. Das Wahrzeichen Singapurs ist der "Merlion", ein Fabelwesen mit Löwenkopf und Fischkörper.
Ganzjährig herrscht in Singapur eine Temperatur von durchschnittlich 28 Grad. Das Klima ist durchweg tropisch-feucht und noch am Abend unserer Ankunft war es schön warm. Nachdem wir unsere Koffer bei der Gepäckausgabe wieder wohlbehalten in den Händen hatten, folgten wir dem Menschenstrom Richtung Ausgang, wo auch schon Rashisch, unser Guide für kurze Zeit, auf uns wartete. Von seiner Art her erinnerte er uns an Mr. Bean - die asiatische Variante.
Um 18 Uhr saßen wir im Bus in Richtung York Hotel und bereits während der Fahrt sagten wir uns: "Wow, was für eine tolle City!" Rashisch gab uns einige Informationen über Singapur. So erläuterte er zum Beispiel, dass es nur zwei Jahreszeiten in Singapur gibt - nämlich nass und sehr nass. Komisch, haben wir doch in Deutschland in letzter Zeit auch. Bei uns gibt es demnach sogar sechs Jahreszeiten - nass und sehr nass, kalt und sehr kalt sowie warm und ein bisschen wärmer. ;o)
Rashisch fragte uns, wo wir uns eigentlich befanden. "Na, in Singapur!" - sagten wir unisono. Worauf Rashisch meinte: "Ja, aber wo genau?". Wir saßen im Bus mit aufsteigenden Fragezeichen ... Rashisch löste das Rätsel: "Ihr seid jetzt in Singapüüüühr" (O-Ton Rashisch)! "Und zwar genau 1° südlich des Äquators". - Ach so, das meinte er! Sorry, die Koordinaten von "Singapür" hatten wir gerade einmal nicht parat - wir mussten ja auch nicht selber fliegen. ;o)
Schon im Vorfeld unserer Reise wussten wir, dass Singapur eine sehr saubere Stadt ist und es u. a. hohe Geldstrafen (a fine city ...) gibt, wenn man unachtsam Schmutz o. Ä. verursacht. Neu war uns allerdings als Rashisch erwähnte, dass selbst "Herumlungern" (engl. "loitering") verboten sei und es diesbezüglich sogar Hinweis-Schilder gibt.Da wir alles andere vorhatten als in Singapur herumzulungern, schnappten wir unsere Koffer, checkten um 18:50 Uhr in unserem Hotel ein und saßen 40 Minuten später bereits im Taxi zum Marina Bay Sands Hotel. Von diesem riesigen Hotel aus, welches einem Boot auf drei Stelzen ähnelt, hatten wir von dem auf der 56. Etage befindlichen Sky-Park einen mega-super-klasse Panoramablick über den Stadtstaat. Für 20,- Singapur Dollar pro Person kann man auf dieser Dachterrasse seine Runden drehen, was wiederum effektiver ist als das Riesenrad in Singapur zu nutzen. Singapurs Riesenrad hält nämlich nach 30 Minuten an und man darf wieder aussteigen, wohingegen man sich im Sky-Park des Marina Bay Sands so lange aufhalten darf, wie man möchte. Für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt und die ersten Fotos von Singapur befanden sich nun auf unseren Speicherchips.
Ein wenig erinnerte uns Singapurs Skyline an Dubai, doch Singapur sah - zumindest by night - noch einmal einen Touch besser aus. Zu Fuß schlenderten wir vom Marina Bay Sands Hotel in Richtung Merlion Park. Auf dem Weg dorthin kehrten wir zum Abendessen in eine Art "Outdoor-Garküchen-Areal" ein, wo etliche Einheimische wie auch Touristen es sich haben schmecken lassen. Weiter ging es entlang des Merlion Parks, wo der wasserspeiende Merlion, das Wahrzeichen Singapurs (wie oben bereits erwähnt), zu sehen war. Hier haben wir uns für einige Zeit aufgehalten und die abendliche Atmosphäre genossen. Um 23:20 Uhr fuhren wir mit einem Taxi zurück ins York Hotel Singapur. Wir freuten uns schon auf die Stadtrundfahrt durch Singapur am nächsten Morgen.



