Playa del Carmen - Ideal zentral
Playa del Carmen befindet sich in dem am karibischen Meer gelegenen Bundesstaat Quintana Roo und hat derzeit 20.000 Einwohner.
Von dem einstmaligen Fischerdorf namens "Xa-man-Ha" ("nördliche Wasser") ist nicht sehr viel übrig geblieben. Nur die Stege und Bootsanlegestellen erinnern daran, wie idyllisch es hier gewesen sein muss.
Durch die ideale Lage ist dieser Ort bei Touristen äußerst beliebt. Kilometerlanger heller, feiner Sandstrand, Mayastätten wie Tulúm, Cobá, Chichén Itzá oder das Eldorado Yucatans, Cancún, sind von hier aus gut zu erreichen. An Restaurants, Hotels und Bars mangelt es jedenfalls nicht.
So nebenbei bemerkt, eine nette Bar haben wir in der Calle 4 ausfindig gemacht. Sie heißt "AJUA" und bei der angenehmen Atmosphäre mit live Musik haben wir uns das ein oder andere Corona schmecken lassen. Übrigens werden die Drinks hier auf eine akrobatische Art serviert, was sehr nett anzusehen war.Allerdings ist heute Playa del Carmen vollkommen auf den Tourismus ausgerichtet. Die Urlauber sollen möglichst viel von ihren mitgebrachten Devisen auf der Shoppingmeile, "Quinta Avenida" oder auch 5th Ave. genannt, ausgeben. Ein Geschäft reiht sich hier ans andere und jeder versucht, seine Ware an den Mann zu bringen. Die Auswahl an Sombreros, T-Shirts, Hängematten, Pyramiden aus Fishbone, Mayakalender aus Gips und sonstigen Kinkerlitzchen ist sehr groß; zudem gleichen sich die Geschäfte je länger man die Straße entlangläuft.
Utopisch sind vor allem die Preise, die sie ansetzen. Zum Beispiel wollte ein Händler tatsächlich 630 Pesos (ca. 63 Euro) für einen Mayakalender aus Gips haben. Jetzt abgesehen davon, dass der Preis unverschämt war, sah dieses "möchtegern Souvenir" auch noch ramponiert und primitiv aus.
Die Krönung war zudem, dass bei solchen Dingen auch noch behauptet wurde, dass alles Handarbeit sei, dabei war es offensichtlich, dass dies billige Massenware war. Jedenfalls hatten wir nicht das geringste Interesse, den Mayakalender zu erwerben. Und plötzlich wollte der Händler "nur noch" 100 Pesos haben. Wahnsinn, was für eine Preisspanne und selbst dafür wäre es noch zu viel gewesen.
Oftmals bekommt man den guten Rat zu handeln, aber was uns besonders hier auffiel war, dass viele der Händler noch gar nicht einmal dazu bereit waren, von ihren Preisen abzuweichen. Selbst in den Seitenstraßen der 5th Avenida sind die Verkäufer nur schwerfällig dazu zu bewegen, einen kleinen Preisnachlass zu geben. Sie sind wohl sehr von den Amis verwöhnt, die scheinbar jeden Schei... [Zensur] zu allen möglichen Preisen kaufen. Überhaupt hat man hier das Gefühl, alles sei auf die US-Amerikaner ausgerichtet, da zum größten Teil die Preise in US Dollar aufgeführt sind.
Unser Tipp: Wer sich das ein oder andere Souvenir zulegen möchte, sollte dies möglichst weit weg von den Tourihochburgen tun, zum Beispiel im Landesinneren.Die Preise fürs Internet waren in Playa del Carmen jedenfalls günstiger als in Playacar (hier war unser Hotel; mehr Infos auf der nächsten Seite). Für eine Stunde haben wir "nur" 15 Pesos zahlen müssen, wohingegen in unserem Hotel 40 Pesos für 20 Minuten verlangt wurden.
Im Umkreis von Playacar gab es weit und breit keinen Briefkasten. Es bestand zwar die Möglichkeit, Postkarten in den Hotels abzugeben, aber unseres zum Beispiel leerte seinen Kasten nur einmal in der Woche und das dauerte uns einfach zu lange.
Postkarten benötigen ohnehin schon ca. drei Wochen bis nach Deutschland - laut mexikanischer Post. Das scheint wohl ein Wunschgedanke zu sein, denn unsere Postkarten trudelten erst nach sechs Wochen ein. Noch immer vermissen wir vier Karten, die wir an unsere Daheimgebliebenen gesendet haben; wir vermuten, dass sie wohl irgendwo im Nirwana gelandet sind.
Daher der Tipp: Wer sichergehen möchte, dass wenigstens eine Postkarte beim Empfänger ankommt, der sollte lieber zwei an die gleiche Anschrift senden.
Der einzige Briefkasten befand sich direkt beim Postamt in Playa del Carmen in der Av. Juarez Höhe Av. 20 neben der Polizeistation.



