2. Tag der Rundreise - 2. Etappenziel: Kabah
Montag, 23.02.2004
Bevor wir zur Ausgrabungsstätte Kabah fuhren, machten wir einen kleinen Abstecher zu einem Lokal, in dem wir die Mayaspezialität "Cochinito pibil" gegessen haben. Das ist Hühnchen, welches mit speziellen Gewürzen in Bananenblättern eingewickelt ist und im Erdboden gegart wird. Für den kleinen Hunger zwischendurch war es ganz lecker. Ob 100 Pesos, also ca. 10 Euro, für 10 Pommes, einem Hühnchenschenkel und einem Klecks Reis gerechtfertigt sind, überlassen wir jedem Einzelnen selbst.
Mittlerweile hatten wir nach 15 Uhr und auf dem kleinen Areal von Kabah waren kaum Touristen. Entweder war das nur Zufall oder diese Stätte ist wirklich nicht so überlaufen, wie manch andere. Andererseits wundert es uns nicht, denn mit wenigen Ausnahmen sind viele Bauten in einem äußerst schlechten Zustand.
Sehenswert ist unserer Meinung nach der Palast der Masken oder auch bekannt unter dem Namen Codz Poop, der weit über 250 Chac Masken an seiner Fassade zu bieten hat. Ein weiteres Motiv bietet der Palacio, der auch Teocalli genannt wird. Im Verlgeich zum Palast der Masken sieht dieser Palast eher schmucklos aus.
Von unserem halbstündigen Aufenthalt schaffte es José allein fünfzehn Minuten mit uns eine mathematische Exkursion in das Zahlensystem der Mayas durchzuführen, das auf dem Vigesimalsystem (der Zahl 20) basiert. Nochmal kurz zur Wiederholung: Die Null wird mit einer Muschel dargestellt, die Eins mit einem Punkt und ein horizontaler Balken steht für eine Fünf. Möchte man beispielsweise die Zahl 19 darstellen, sind das drei Balken und vier darüberliegende Punkte. Für die Zahl 20 gibt es ein anderes Zeichen (siehe Abbildung unten).
Tja José, so schnell kann das gehen!

(Punkt-Strich-Zahlenzeichen [Coe 1095: 124; Riese 1990:121])
Wir brauchen wohl nicht zu erwähnen, dass Josés Ausführungen einigen Personen aus unserer Gruppe wieder zu lange dauerte und daraufhin alleine das Gelände erkundschafteten.
Kabah soll nach heutigem Kenntnisstand bereits 250 Jahre vor Christus besiedelt worden sein. Die Mayastätte erreichte seine Blütezeit zwischen 800 und 900 nach Christus.
Diese Statue auf dem linken Bild wurde hinter dem Palast der Masken aufgenommen. Leider ist uns nicht bekannt, wen sie im Einzelnen darstellen soll.
Die Aufnahme rechts zeigt eine der vielen Reliefdarstellungen, ebenfalls hinter dem Palast der Masken zu finden.
Nach einer Flasche Cola, die übrigens 24 Pesos kostete, weil mal spontan Pfand aufgeschlagen wurde, machten wir uns auf nach Uxmal.



