3. Tag der Rundreise: Celestun
Dienstag, 24.02.2004
Ungefähr zwei Stunden benötigten wir, um die 180 km zwischen Uxmal und Celestun hinter uns zu bringen. Da es landschaftlich nicht wirklich etwas zu sehen gab, nutzen einige die Zeit, Augenpflege zu betreiben.Als wir in dem 2000 Seelendorf Celestun, das am Golf von Mexiko liegt, angekommen waren, sind wir in ein Fisch-Restaurant eingekehrt.
Uns selber hat es gleich magisch an den weißen Strand gezogen. Dies war, nach all den Pyramiden und Mayastätten, eine willkommene Abwechslung. Hätten wir unsere Badesachen dabei gehabt, wären wir bestimmt ins kühle Nass gesprungen.Wir waren ziemlich erstaunt darüber, wie viele Muscheln es hier Celestun in den verschiedensten Formen, Größen und Farben gab. Man lief eigentlich gar nicht auf Sand, sondern überwiegend auf Muscheln. Bei der riesen Auswahl deckten wir uns natürlich erst einmal mit ihnen ein.
An diversen Verkaufsständen war es sogar möglich, viel größere Muscheln, Haigebisse und Sonstiges käuflich zu erwerben. Aber bevor es Stress mit dem Zoll gibt, haben wir uns lieber auf unsere Fundstücke beschränkt.
Nun ging es auf zur Lagune von Celestun, wo man laut Prospekt eine Vielzahl an Flamingos zu Gesicht bekommen sollte.
Kleine Boote brachten uns in das Naturschutzgebiet und wir wurden nicht enttäuscht. Schon während der Fahrt konnten wir Pelikane und andere Seevögel beobachten, aber Höhepunkt war wohl die riesige Anzahl Flamingos, die am Ufer standen, fraßen oder einfach nur herumliefen.
Zum ersten Mal wünschten wir uns, wir hätten eine Kamera mit Teleobjektiv, denn der Abstand zwischen uns und den Flamingos betrug sicherlich 50 m. Diesen Abstand hält man aus Rücksicht auf die Brutplätze der Flamingos ein. Egal, es war trotzdem sehr schön, solche Tiere live und in Natura zu sehen.
By the way: Flamingos erhalten ihre pinke Farbe, indem sie Krebse verspeisen. Je mehr Krebse sie essen, um so pinker werden sie.Anschließend fuhren wir mit Booten durch Mangrovenkanäle und machten kurz Halt an einem Steg. Das Besondere an dieser Stelle war, dass sich genau hier Süßwasser mit Salzwasser vermischt hat.
Das glasklare Wasser, die Ruhe und der Holzsteg, alles zusammen wirkte sehr idyllisch.
Wie viele weitere Orte in Mexiko wurde die Mangrovenlandschaft in Celestun 1979 von der UNESCO zum Weltnaturdenkmal erklärt.
Aber ewig konnten wir nicht in Celestun oder oder bei bei den Flamingos verweilen und traten bei strahlendem Sonnenschein die Weiterfahrt in die einstige Sisal-Stadt Merida an.



