2. Tour von der Turtle Bay zur Île aux Cerfs
9:00 - 18:00 Uhr | 150 km
Route:
Turtle Bay - Pointe aux Piments - Trou aux Biches - Grand Baie - Pereybère - Calodyne sur mer - Cap Malheureux - Paradise Cove - Grand Gaube - Poudre d'Or - Bras d'Eau - Belle Mare - Trou d'Eau Douce - Île aux Cerfs - Trou d'Eau Douce - Centre de Flacq - Constance - L'Aventure - Gokoola - Piton - Fond du Sac - Triolet - Turtle Bay
Mit Lunch-Paketen und neu aufgeladenen Akkus für unsere Digi-Cam und Videokamera waren wir an diesem Morgen gut gerüstet für unsere zweite Erkundungstour. Unser Trip führte uns von der Nordwestküste entlang der Nordküste bis hin zur Ostküste der Insel. Bevor es wieder zurück durchs Landesinnere ging, gönnten wir uns einen wunderschönen Badeaufenthalt auf der vor der Ostküste im Indischen Ozean gelegenen Insel "Île aux Cerfs".Direkt hinter unserem Aufenthaltsort an der Turtle Bay erreichten wir das Örtchen Pointe aux Piments, das direkt an der Küste liegt. Von hier aus führte unsere Route kontinuierlich an der Küste entlang, durch schöne Orte und vorbei an Flammenbäumen, die gerade zu blühen begonnen haben.
Der kleine Badeort Trou aux Biches ist mit seinem 3 km langen, feinen Sandstrand und der tiefblauen Lagune ein Mekka für Sonnenanbeter und Wasserratten. Hier geht es wesentlich ruhiger zu als in Grand Baie, so können auch Einheimische in ihrer Mittagspause kurzweilig Erholung finden. Zwischen Trou aux Biches und Grand Baie hat sich der Tourismus gut etabliert - wohl auch aufgrund der herrlichen Küste, die sich als ununterbrochenes Band aus weißen Stränden und kristallklaren Lagunen präsentiert. Die von Stränden gesäumte Nordküste ist die populärste Region von Mauritius und besitzt mit Grand Baie den einzigen größeren Badeort der Insel.
Nach 2 km passierten wir das Örtchen Pereybère. Auch hier finden Urlauber Ruhe vorm Trubel in Grand Baie und spannen aus am schönen Strand oder schnorcheln in der Lagune.6 km weiter in östliche Richtung erreichten wir Calodyne sur mer am Cap Malheureux. Der nördlichste Punkt von Mauritius hat seinen Namen - "Kap des Unheils" - wahrscheinlich von den zahlreichen Schiffen, die hier untergingen.
Vorbei an einer idyllisch am Meer gelegenen katholischen Kirche durchfuhren wir Paradise Cove und Grand Gaube und erreichten das Dorf Poudre d'Or. Hier kann man zur Landzunge gegenüber des Riffs schlendern, an dem 1744 die Saint Géran in einem Sturm unterging.
Hinter Bras d'Eau erreichten wir Belle Mare. Hier findet man die größte Konzentration von Hotels an der Ostküste, die wir uns natürlich erst einmal während des Vorbeifahrens angesehen haben. Neben Hotels mit eigenem Golf-Parcours hat diese Region auch eine schöne Flora zu bieten.
Das kleine Dorf Trou d'Eau Douce ist ein wahres Labyrinth enger Gassen. Von hier aus setzten wir bei hohem Wellengang per Boot in ca. 20 Minuten über auf die Insel Île aux Cerfs. Wir empfehlen eine Überfahrt per Schnellboot. Bei hohem Wellengang sollten vor allem Kameraausrüstungen vor der Abfahrt gut - sehr gut! - gegen "Spritzwasser" geschützt werden ...Die 79 ha große Insel Île aux Cerfs (Insel der Hirsche) ist ein beliebtes Badeziel im Indischen Ozean. In den 1980er Jahren wurde auf dieser Insel die Serie "Tropical Island" gedreht. Die Insel wird verwaltet vom Top-Ressort "Touessrok", an dem wir während unserer Überfahrt vorbei kamen.
Die unvergleichlich schönen Strände des Eilands werden von klarem und unwahrscheinlich blauem Wasser umspült. Nachdem wir ein ruhiges, abgelegenes Plätzchen gefunden haben, war relaxen angesagt. Wir machten es uns für ein paar Stunden so richtig gemütlich, bevor es wieder zurück nach Trou d'Eau Douce ging.
Die Rückfahrt zu unserem Hotel führte uns quer durchs nördliche Landesinnere. Wir kamen vorbei an Centre de Flacq, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt sowohl in Richtung Ostküste als auch nach Port Louis und in den Norden.Nach Constance, L'Aventure, Gokoola, Piton und Fond du Sac erreichten wir unser letztes Ziel an diesem Tag: Triolet, das größte und längste Dorf der Insel. Triolet hat den höchsten indo-mauritischen Bevölkerungsanteil und besitzt deshalb den größten Hindutempel von Mauritius, den 1857 erbauten Maheswarnath-Tempel.
Nach unserem 9-stündigen Tagesausflug sind wir wieder in unserer Unterkunft angekommen.
Obwohl es ein langer Tag war, haben wir uns am Abend noch eine Sega-Show angesehen.
Im frühen 18. Jh. entstand die Sega als Tanz der afrikanischen Sklaven. Passend zu den Bewegungen wird eine rhythmische, manchmal gar ekstatische Musik gespielt. Die klassische Sega von Mauritius sieht man heute vorwiegend an der Westküste im Gebiet des Rivière Noire. In ihrer heutigen Form gibt es die Sega nur auf Mauritius, Rodrigues und den Seychellen, obwohl ihre Wurzeln in Afrika liegen.



