Erste Tagestour - Reisebericht Mauitius

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1. Tour von der Turtle Bay bis Le Gris Gris

8:00 - 16:00 Uhr | 240 km

Route TagestourenRoute:
Turtle Bay - Port Louis - Phoenix - Floréal - Trou aux Cerfs - Curepipe - Mare aux Vacaois Reservoir - Grand Bassin - Black River Gorges National Park - Alexandra Falls - Black River Gorges Viewpoint - Chamarel-Fälle - Les Terres de Couleur - Baie du Cap - Bel Ombre - Beau Champ - Rochester Falls - Souillac - Le Gris-Gris - Rivière des Anguilles - Rivière du Poste - Curepipe - Phoenix - Port Louis - Pamplemousses - Turtle Bay


Unsere erste Tagestour führte uns durch das Landesinnere, dem Hochland von Mauritius, entlang der Südwest- und Südküste, vorbei an Textilfabriken, Mangobäumen, Chili- und Ananasplantagen, Eukalyptus- und Papyrusbäumen und den Flamboyants, den Flammenbäumen, deren volle Blütezeit von November bis Januar ist.

Jayane Pünktlich um 8 Uhr am Morgen holte uns Jayane in unserem Hotel an der Turtle Bay ab. Die erste größere Stadt, die wir an diesem Tag zu sehen bekamen, war Port Louis. Da Sightseeing in der Hauptstadt erst am dritten Tag unserer Tagestouren auf dem Plan stand, sind wir erst einmal nur durchgefahren.

Südlich von Port Louis liegt Phoenix, das vor allem durch das einheimische Phoenix-Bier von den Mauritius Breweries und den hier hergestellten Glaswaren bekannt ist.

Unweit von Phoenix liegt der Vorort Floréal. Hier werden Orientteppiche, Mobiliar und Kunstobjekte zu Schnäppchenpreisen angeboten. Im Einkaufszentrum Floréal Square findet man das Textilmuseum, das über die Entwicklung der mauritischen Textilindustrie - einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes - informiert.

Trou aux CerfsUnser nächster Stopp galt dem Krater Trou aux Cerfs. Der 300 m breite Krater liegt westlich des Stadtzentrums von Curepipe und ist eine bekannte Touristenattraktion. Trou aux Cerfs entstand vor Jahrmillionen als Folge vulkanischer Aktivitäten und ist heute mit Sand, Wasser und dichter Vegetation gefüllt. Vom Krater schweift der Blick über ein Meer von Häusern bis hin zu den Bergen, die von den Menschen bislang unangetastet blieben.

CurepipeWeiter ging es nun nach Curepipe. Curepipe ist mit ihren 550 Höhenmetern die höchstgelegene Stadt der Insel und eine Bastion der weißen franko-mauritischen Bevölkerung. Bis ins 18. Jh. reichen die Ursprünge der Stadt sowie deren Name zurück.
Curepipe soll eine beliebte Zwischenstation auf der Durchquerung der Insel gewesen sein, wo Reisende eine Rast einlegten und ihre Pfeifen reinigten oder "kurierten". Die meisten Besucher kommen zum Shoppen in den Currimjee Arcades in die Stadt.

Unsere Fahrt führte uns vorbei am größten See der Insel, dem Mare aux Vacaois Reservoir nahe der Montagne Perruche.

Hindu-Schrein am Ufer des Grand BassinZu dem heiligen Kratersee "Grand Bassin" finden jährlich Pilgerfahrten statt. Seitdem 1972 heiliges Wasser aus dem Ganges in den 550 m hoch gelegenen und von Wäldern umgebenen See geschüttet wurde, wird der See von den Hindus "Ganga Taleo - See des Ganges" genannt. Gläubige baden in dem See und nehmen das heilige Wasser mit nach Hause.
Hindu-Schrein von Krishna und Rahna RadiAls wir an dem See angekommen waren, hat gerade eine Zeremonie stattgefunden. Das Lichterfest der Hindus "Divali" wird in den Monaten Oktober/November gefeiert, so auch während unseres Aufenthalts auf der Insel. Es erinnert an den Sieg von Rama (dem Guten) über den Dämon Ravana (dem Bösen) sowie an die Vernichtung des Dämons Narakasuran durch Krishna, symbolisiert durch Tausende im Dunkeln flackernde Lichter. An dem See entlang stehen einige Hindu-Schreine, so wie auf dem Bild oben rechts zu sehen ist.

Nun befanden wir uns im Black River Gorges National Park (6.575 ha). Die zerklüftete Berglandschaft des Südwestens gehört zu einer der schönsten Gegenden von Mauritius. Der Park, der 1994 zum Schutz der verbliebenen einheimischen Wälder eingerichtet wurde, diente einst den entlaufenen Sklaven (les marrons) als Zufluchtstätte vor ihren Herren.

Alexandra Falls Einen Abstecher haben wir zu den Alexandra Falls gemacht. Von hier aus hatten wir eine schöne Sicht auf die Südküste des Eilands. Da wir unsere Tagestouren zeitig am Morgen begannen, sind uns bei den angesteuerten Zielen kaum bzw. keine anderen Touristen begegnet. Jayane hat uns erzählt, dass wir als Touristen unsere Tagestouren ungewöhnlich früh beginnen, was jedoch von Vorteil ist. Auch kommt es eher selten vor, dass Touris sooooo viele Sehenswürdigkeiten an mehreren Tagen abklappern. Dies schien uns merkwürdig; wer fliegt denn nach Mauritius und erkundet nicht die "Perle des Indischen Ozeans" ...?...

Black River Gorges ViewpointDann ging es weiter durch die Savanne zum Black River Gorges Viewpoint, der von wilden Affen bewohnt wird. Dieser Aussichtspunkt ist aufgrund seiner umfassenen Sicht auf die Westküste und den Piton de la Petite Rivière Noire (828 m), dem höchsten Berg Mauritius, empfehlenswert.

Chamarel-FällenUnsere Route führte uns weiter in westliche Richtung zu Mauritius' höchsten Wasserfällen, den Chamarel-Fällen (Chamarel Waterfall/ Cascade Chamarel). Besonders eindrucksvoll sind die 83 m hohen Fälle nach heftigen Regengüssen.

7-farbige Erde (Coloured Earths/ Terres de Couleur)Unweit von Chamarel befindet sich weiter südwestlich die "7-farbige Erde" (Coloured Earths/ Terres de Couleur). Ein Naturphänomen, das fasziniert durch seine Farben von rosa bis braun und seine welligen Formen.
Die Farbtöne sollen auf verschiedene Mineralien im Erdboden zurückzuführen sein. Werden die Erdtöne miteinander vermischt, so sind sie spätestens am nächsten Tag wieder voneinander getrennt. Die beste Chance, die farbige Erde in aller Pracht zu sehen, haben Frühaufsteher bei gutem Wetter. Auf dem gleichen Areal haben wir Riesenschildkröten einen Besuch abgestattet.

RiesenschildkröteUnsere Fahrt ging nun in Richtung Südküste nach Baie du Cap. Das Dorf ist ein typisches Beispiel für viele Dörfer der Südküste. Hier gibt es einige von Chinesen betriebene "boutiks" (kleine Läden) und eine Polizeistation.

Nach wenigen Kilometern entlang der Südküste erreichten wir Bel Ombre. Eine inzwischen geschlossene Zuckerfabrik gab dem Örtchen seinen Namen. Lange Zeit war Bel Ombre das Herz der Zuckerindustrie an der Südküste. Vorbei an Zuckerrohr und Bananenstauden passierten wir nach weiteren 5 km den Ort Beau Champ. Abseits des Strandes führten Pfade durch Felder, auf denen Bohnen, Chilis und Zwiebeln angepflanzt wurden.

Rochester Falls Kurz vor Souillac sind wir eine nicht erschlossene Straße in Richtung Norden zu den abgelegenen Rochester Falls gefahren. Die Wasserfälle sind sowas von abgelegen, dass selbst Jayane bisher erst einmal dort war. Überhaupt war er erstaunt darüber, dass diese Wasserfälle in unserem Reiseführer erwähnt werden. Bei den Rochester Falls trafen wir auf Anwohner, die ihr Geld damit verdienten, indem sie sich für Touristen mal schnell den Wasserfall hinunter stürzten; sie springen erst und wollen dann Geld. Nachdem wir schnell unsere Aufnahmen machten, sind wir wieder ins Auto eingestiegen. Da auch für Jayane die Gesellschaft der Anwohner nicht so geheuer war, hat er auch gleich Gas gegeben.

Wir machten uns also wieder auf den Rückweg zur Hauptstraße in Richtung Souillac, dem größten Ort an der Südküste. Souillac befindet sich an einer kleinen Bucht im Mündungsbereich der Flüsse Savanne und Patates. Zur Blütezeit der Zuckerproduktion im 19. Jh. wurden hier große Mengen an Zuckerrohr aus den umliegenden Plantagen auf Dampfer verladen, die es dann entlang der Küste nach Post Louis schipperten.

Le Gris-GrisNach Souillac erreichten wir den südlichsten - und windigsten - Zipfel von Mauritius, Le Gris-Gris. Der Name Gris-Gris soll auf die früher hier betriebene Schwarze Magie (Créole = gris gris) zurückgehen.

Nun führte unsere Tagestour so langsam wieder zurück in Richtung Norden.

Vorbei an den Städtchen Rivière des Anguilles und Rivière du Poste, erreichten wir wieder Curepipe, Phoenix und Port Louis.

Botanical Gardens Unser letzter Besuch an diesem Tag galt dem im Norden gelegenen Botanischen Garten "Pamplemousses" (Royal Botanical Gardens). Die 25 ha große Anlage wurde 1988 zu Ehren des verstorbenen Premierministers in Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Gardens umbenannt, ein Name, der sich allerdings nie durchsetzen konnte.
PamplemoussesDer alte Name "Pamplemousses" - den auch das benachbarte Dorf trägt - stammt von einer Zitruspflanze (ihre Frucht ähnelt einer Pampelmuse), welche die Holländer im 17. Jh. aus Java importierten und in dieser Gegend anpflanzten. Man sollte sich Zeit nehmen, um die zahlreichen von Palmen gesäumten Wege zu erkunden. Einige "Garten-Guides" bieten gleich am Eingang an, den Besuchern ganz individuell den Botanischen Garten zu zeigen.

LotusteichInsgesamt sind über 500 Pflanzenarten zu sehen, darunter 80 Palmenarten und 40 auf den Maskaren heimische Gewächse wie Ebenholz-, Mahagoni- und Schraubenbäume.
Besonders eindrucksvoll sind der Lilienteich und, wie hier auf dem rechten Bild zu sehen, der Lotosteich.

Rehe in PamplemoussesAldbra-SchildkröteRehe in "Pamplemousses" In der Nähe des Eingangs befindet sich ein Gehege mit Aldabra-Riesenschildkröten und Rehen.

Nach 8 Stunden und 240 zurückgelegten Kilometern haben wir wieder unser Hotel an der Turtle Bay erreicht. Schon jetzt freuten wir uns auf den nächsten Tag, dem Tag unserer zweiten Tagestour auf der "Perle des Indischen Ozeans".

 
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