3. Tour von der Turtle Bay bis Tamarin
8:30 - 18:00 Uhr | 160 km
Route:
Turtle Bay - Port Louis - Pointe aux Sables - Richelieu - Petite Rivière - Pointe aux Caves - Chebel - Bambous - Tamarin - Flic en Flac - Triolet - Turtle Bay
Wir waren gut drauf an diesem Morgen und starteten unsere dritte und letzte Tagestour, die uns 160 km durchs Inselinnere und entlang der Westküste führte.Den ersten Halt machten wir in Port Louis. 1.70.000 Einwohner leben in der Hauptstadt auf 10 km². Die Stadt - benannt nach Louis XV. von Frankreich - wurde vom französischen Generalgouverneur Bertrand François Mahé de Labourdonnais im 18. Jh. gegründet. Sie ist ein bedeutendes Handelszentrum und besitzt noch heute einen betriebsamen Hafen. Tausende Mauritier strömen täglich zur Arbeit in die Hauptstadt; daher sind die Straßen morgens und am späten Nachmittag mit Autos und Bussen verstopft. Kein Wunder, dass Port Louis überfüllt und laut ist.
Neben dem Shopping Centre Caudan Waterfront, der modernen Haupttouristen-Attraktion auf dem Bild oben links, findet man in der Hauptstadt viele alte Gebäude, einen lebhaften überdachten Markt (Central Market), Moscheen, Kirchen und Tempel, chinesische und muslimische Viertel, eine Pferderennbahn (Champ de Mars), das Windmill Museum und vieles mehr.
Unser dreistündiger Aufenthalt in Port Louis begann an der Port Louis Waterfront, oben auf dem rechten Bild neben der Caudan Waterfront zu sehen. In unmittelbarer Nähe der Port Louis Waterfront liegt der Place d'Armes. Auf dem mit Palmen bepflanzten Platz findet man Wahrzeichen berühmter Personen, wie z. B. die Bronzestatue von Bertrand François Mahé de Labourdonnais.
Unser Weg durch Port Louis führte uns u. a. ins Chinese Quarter, dem Chinesenviertel der Stadt. Nach einer mehr oder weniger kurzen Suche haben wir das muslimische Gotteshaus, die um 1853 errichtete und später vergrößerte Jummah Mosque, gefunden. Die Moschee gilt wegen ihrer kostbaren Ausstattung als wertvollster und eindrucksvollster historischer Bau der gesamten Insel.
Die Philatelisten unter uns können sich an einem Besuch im Postal Museum auf dem Areal des Shopping Centres Caudan Waterfront erfreuen. Aber auch für Nicht-Philatelisten ist das Postmuseum einen Besuch wert. Das Museum präsentiert Objekte aus dem 19. Jh., darunter u. a. Kopien der berühmten Blauen und Orangen Mauritius.
So ziemlich am Ende unseres Sightseeing-Aufenthalts in der Hauptstadt sind wir in den Line Barracks auf Kolonialarchitektur aus dem 18. Jh. gestoßen. In den Barracks ist die Polizei von Port Louis zu Hause und im Innenhof legen Fahrschüler ihre Prüfung ab. Außerdem findet man hier auch einen versteinerten Dodo, ein großer flugunfähiger Vogel, der im 17. Jh. ausgerottet wurde.
Nachdem uns Jayane an der Port Louis Waterfront wieder eingesammelt hatte, ging unsere Tagestour weiter zur Westküste durch den Küstenort Pointe aux Sables und weiter nach Richelieu und Petite Rivière. In Pointe aux Caves besichtigten wir einen Leuchtturm, der Anfang des 20. Jhs. gebaut wurde.
Da nicht viele Touristen den Leuchtturm besuchen, hatte der Leuchtturm-Wärter gleich bei unserer Ankunft Mauritische Rupie-Zeichen in den Augen und erzählte uns bei Eintritt in den Leuchtturm erst einmal was über die Geschichte dieses Turms. Da die Historie irgendwie kein Ende nahm, dauerte es eine Weile, bis wir die obere Plattform erreichten und Melanie hatte mit dem Dolmetschen alle Hände voll zu tun. Schließlich kamen wir ganz oben an und waren vom schönen Ausblick sowohl auf Küste als auch auf Berge positiv beeindruckt.
Weiter südlich fuhren wir vorbei an Chebel und kamen an in Bambous.
Flammenbäume und hübsche Häuser säumten die Straßen des geschäftigen Städtchens Bambous. Hier besuchten wir den Hindutempel "Kali Maha" - der einzige Tempel der Insel, in dem Blut-Opfergaben erlaubt sind.Südwestlich des Ortes Bambous erreichten wir die Westküste bei Tamarin. Das Dorf liegt nahe einer Bucht und wirkt trotz der touristischen Entwicklung in den letzten Jahren ruhiger als Flic en Flac. Tamarin ist für seine Salzgewinnung bekannt und daher liegt es nahe, dass wir uns eine Salzgewinnungsanlage in dem Ort angesehen haben.
Wieder auf dem Rückweg in Richtung Norden haben wir einen kurzen Halt in Flic en Flac gemacht. Kurz vor dem Strand hatten wir eine gute Sicht auf den höchsten Berg "Piton de la petite Rivière Noire".
Da Flic en Flac ein Paradies für Badenixen, Windsurfer, Schnorchler und nicht zuletzt für Taucher ist, wollten wir uns unbedingt den Strand ansehen. Trotz des breiten, weitläufigen Strandes kann sich der Küstenort nicht mit dem Rummel und dem Angebot von Grand Baie im Norden der Insel messen. Neben dem Badeparadies ist allerdings die Nähe zur Hauptstadt Port Louis, zum Black River Gorges National Park und zu den Städten im Hochland ein absoluter Pluspunkt.
Wieder in Port Louis angekommen, haben wir einen Stopp beim "Jumbo-Supermarket" eingelegt und uns mit Mauritischen Leckereien eingedeckt. Wie auch im "Super-U Supermarket" in Grand Baie gibt es im riesigen "Jumbo-Supermarket" in Port Louis einfach alles, was man so im Leben braucht.
Bevor es zurück in unser Hotel ging, machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Triolet, wo wir unsere Postkartengrüße, die unsere lieben Zuhausegebliebenen bereits nach einer Woche erhalten haben, los wurden.
Im Hotel angekommen war Abschied nehmen von Jayane angesagt. Es waren drei schöne Tage, an denen wir wahnsinnig viel gesehen und erfahren haben. Jayane ging auf jeden einzelnen Wunsch von uns ein und hat uns an jeden Fleck der Insel gebracht, den wir sehen wollten. Es kam uns vor, als hätten wir jeden Punkt von Mauritius bereist. Na ja, zumindet einen großen Teil der Insel-Highlights haben wir gesehen! Greetings to our taxi driver Jayane! We had a quite good time with you in Mauritius. Liebe Grüße auch an Birgit und Uwe nach Sachsen-Anhalt! Hätte es eine schönere Zeit auf Mauritius geben können? :o)
Ein halbes Jahr nach unserem Mauritius-Urlaub haben wir Birgit und Uwe im Jahr 2006 besucht. Einige Bilder von Halle und Umgebung könnt ihr euch in der Deutschland-Rubrik ansehen. Ein Wiedersehen gab es im August 2007, dieses Mal bei uns im Hessenländle.



