Sightseeing durch Willemstad auf Curacao

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Willemstad - Punda, Otrobanda und Scharloo

Mittwoch, 27. April 2011 | Halbtägige Tour durch Willemstad mit seinen Highlights in Punda, Otrobanda und Scharloo

Für Willemstad, das war uns im Vorfeld klar, mussten wir uns mindestens einen halben Tag Zeit nehmen, um die vielen Highlights der quirligen Hauptstadt von Curacao in Augenschein zu nehmen.

Wir nutzten das Shuttle-Angebot unseres Hotels Hyatt Regency und fuhren mit einer halben Stunde Verspätung um 9:00 Uhr los.

Floating Market Fähre zwischen Punda und Otrobanda - Willemstad Bunte Fassaden in der Heerenstraat - Willemstad - Curacao Cooler Schlitten

Willemstad wurde im Jahre 1634 von den Niederländern erobert und diente als Handelsstützpunkt in der Karibik. Bis zum 10. Oktober 2010 war Willemstad nicht nur Hauptstadt von Curacao sondern Hauptstadt und Regierungssitz der gesamten Niederländischen Antillen. Das historische Zentrum der Hauptstadt gehört seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besonders sehenswert ist der Hafen und die Altstadt mit ihren knallbunten Fassaden. Willemstad ist das farbige Pendant zu Amsterdam.

Ausstieg in Willemstad war in der Waterfortstraat nahe Willhelmina Park / Plaza Gobernador Cola Debrot, wo um 14:30 Uhr wieder Treffpunkt für die Rückfahrt war.

Uns zog es direkt zum Floating Market in der Sha Caprileskade, wo vorwiegend Händler aus Venezuela frischen Fisch, Obst und Gemüse anbieten. Mit ihren Kuttern kommen sie extra aus dem 60 km entfernten Venezuela, um ihre Waren anzupreisen. Der Floating Market ist recht überschaubar, sodass es uns weiter in die Shoppingzone der Madurostraat mit Übergang in die Heerenstraat zog sowie weiter in die Handelstade direkt an der Sint Annabaai (St. Anna Bay) entlang. Die Sint Annabaai trennt die beiden Stadtteile "Punda" und "Otrobanda" voneinander, die sich in Sachen bonbonfarbenen Fassaden in nichts nachstehen. Von der Handelstade aus hat man einen schönen Blick auf die bunten Häuserfronten, den Hafen, die Queen Emma Bridge und die Juliana Bridge.

Himmelblau und schlüpferrosa - den Fassadenfarben sind keine Grenzen gesetzt

Wir flanierten gemächlich entlang der schillernden Häuser mit typisch-holländischer Giebelform in Richtung Königin Emma Brücke, die als Verbindung der beiden Stadtteile dient. Sehr schön sind vor allem immer wieder die pastellfarbenen Kontraste der Häuser, die im Sonnenlicht fröhlich leuchten. Zu unserer Linken tat sich nun die Breedestraat mit ihren vielen Shoppingmöglichkeiten auf und zu unserer Rechten die Königin Emma Brücke oder wie sie auch liebevoll genannt wird "The Swinging Old Lady". Da Shopping nicht Prio eins hatte, schwingten wir uns auf die andere Seite von Willemstad nach Otrobanda über die Königin Emma Brücke. Übrigens heißt Otrobanda "andere Seite", von daher ist der Name gar nicht mal so weit hergeholt. Von hier aus kann man auch das bekannte Foto von den Häuserfronten, welches man als Postkartenmotiv oftmals zu Gesicht bekommt, machen.

Königin Emma Brücke (The Swinging Old Lady) verbindet die beiden Stadteile Punda und Otrobanda Auf der Königin Emma Brücke (The Swinging Old Lady) Kreuzfahrtschiff im Hafen von Willemstad Juliana Bridge

Punda vs. Otrobanda

Otrobanda ("andere Seite") ist der ärmere Stadtteil von Willemstad, dennoch kann auch er mit einigen Einkaufsstraßen wie die Breedestraat und den Roodeweg auffahren. Bekannt ist das Kura Hulanda Africa Museum, wo teilweise erschütternd dokumentiert wird, wie mit Sklaven auf den Karibik-Inseln umgegangen wurde.

Auf dem Rückweg nach Punda ("Punkt") hatten wir das Vergnügen zu beobachten, wie die Königin Emma Brücke wegen Schiffsverkehr gesperrt wurde. Hierzu wird die Brücke wie ein Arm zur Seite gebogen; sobald das Schiff durchgefahren ist, wird sie wieder in Ausgangsstellung gebracht. All das geschieht natürlich motorgetrieben und dauert ca. 10 bis 20 Minuten. Wem das Warten zu lange dauert, kann in dieser Zeit den kostenlosen Fährservice nutzen, der zwischen Punda und Otrobanda verkehrt.

Fort Amsterdam in Willemstad Schiffe der Händler aus Venezuela Kreative Fassadengestaltung der Künstlerin Nena Sanchez typisch-holländische Giebelform

Was wir persönlich sehr schön fanden, waren die kreativen Stuckarbeiten der Künstlerin Nena Sanchez, die in Willemstad vereinzelt an Häuserfassaden zu sehen sind. In der Breedestraat/Smallesteeg (kleines Gässchen) war solch eine auffällige Arbeit von Nena Sanchez zu sehen, in der sozusagen in 3D-Optik bunte Blumen, Schmetterlinge und antike Säulen aus der Wand empor kamen. Fröhliche Farben und Verbundenheit zur Karibik zeichnen die Werke der auf Curacao geborenen Künstlerin aus.

Die nächsten Stunden verbrachten wir zum Teil damit, in der Fußgängerzone zu bummeln, einen Abstecher in den Stadtteil Scharloo zu machen, Postkarten und Souvenirs zu kaufen, den Neuen und Alten Markt anzusehen oder einfach nur in einem Straßen-Café etwas zu trinken und das Treiben auf der Straße zu beobachten. Bei der Gelegenheit konnten wir uns auch bei unseren Lieben zu Hause melden, da es in Willemstad an so gut wie jeder Ecke die Möglichkeit gab, einen kostenlosen Wi-Fi-Point zu erwischen.

Shoppingmeile in Willemstad Souvenirshop Best of Curacao Straßenszene Bus in Otrobanda

Die Währung macht uns ganz kirre

Was uns nahezu kirre gemacht hat, war der ständige Wechsel zwischen den diversen Währungen, die auf Curacao akzeptiert werden. Die offizielle Währung ist der Antillen Gulden (NAf.), die Preise in den Shops werden jedoch überwiegend in US-Dollar ausgezeichnet (zzgl. Tax). Zahlt man nun mit US-Dollar, so kann es passieren, dass man Antillen Gulden zurück bekommt. Zahlt man mit Antillen Gulden, so kann es passieren, dass mit US-Dollar zurückgezahlt wird. Ganz schlecht ist es, wenn man US-Cents - sprich Münzen - als Wechselgeld erhält, denn die nimmt kein anderer Händler mehr an - die Begründung ist, dass die Banken Münzgeld-Wechsel nicht vornehmen. Somit ist man auf Curacao ständig damit beschäftigt, Euro in Antillen Gulden und von Antillen Gulden in US-Dollar (oder umgekehrt) umzurechnen. Dieses völlig quere Hin-und Her-Rechnen gab es auf Aruba und Bonaire nicht; hier konnten wir bequem und ausschließlich mit US-Dollar zahlen.


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