Kleiner Schreckmoment
29. April - 1. Mai 2011 | Unser letzter Abend auf Curacao sowie Heimflug
Am Morgen des 29. April, dem letzten Tag vor unserem Heimflug, lagen wir am Strand unseres Hotels auf Curacao und haben mit Alexanders Schwester via Skype gescherzt, wie schön es doch hier sei und dass wir unsere Rückflugtickets am liebsten bei eBay versteigern würden. Doch dass wir wenige Stunden später einen kleinen Schreck versetzt bekamen, erzählen wir euch am besten in folgendem Dialog:
Curacao, Hotel Hyatt Regency, Zimmer 1303 um kurz nach 22:00 Uhr
Alexander: "Wir haben eine Nachricht auf unserer Mailbox!"
Melanie: "Okay, ruf ich gleich ab."
Melanie stellt ihre Schuhe in die Ecke, legt ihre Tasche aufs Bett, nimmt den Telefonhörer ab und drückt den Mailbox-Button.
Mailbox: "There is no voice message for you but please call the Operator for text messages."
Melanie drückt die Taste für ein neues Amt, wählt '0' und wird mit dem Operator verbunden.
Operator: "Hello, it's your Operator. May I help you?"
Melanie: "Hello, it's room 1303. Is there a text message for us?"
Operator: "Room 1303 - one moment please. (...) Yes, Ma'am! There is a message for you. (...) Sorry, your flight has been canceled!"
Melanie: "Pardon? OUR FLIGHT HAS BEEN CANCELED??????"
Melanie muss schlucken und erst einmal tief durchatmen. Alexander steht ihr auf der anderen Seite des Bettes gegenüber und schaut sie "freudig-entsetzt" an - mit der Absicht, die Koffer wieder auszupacken.
Operator: "Yes, Ma'am! Your flight has been canceled!"
(...)
Operator: "Ma'am, American Airlines has canceled your tomorrow's flight!"
Melanie schluckt noch einmal, atmet erneut tief durch und fängt an zu überlegen.
(...)
Melanie: "Did you say American Airlines?"
Operator: "Yes, Ma'am!"
Melanie überlegt erneut.
Melanie: "Oh! We're not going to fly with American Airlines tomorrow."
Operator: "Oh! You're not going to fly to Miami tomorrow?"
Melanie fällt ein Stein vom Herzen!
Melanie: "No, Sir. We're going to fly to Amsterdam with KLM."
Operator: "Oh! Sorry, Ma'am! So, that's not a message for you."
Melanie: "Guess it's not!"
Operator: "I'm sorry! Still enjoy your stay! Good night!"
Melanie: "Thank you, Sir! Bye!"
Puuuuh, Melanie atmet noch einmal tief durch, setzt sich aufs Bett und schaut erneut Alexander an, der wie angewurzelt noch immer auf der anderen Seite des Bettes steht und seinen Blick weiterhin auf Melanie richtet.
Im nächsten Moment fangen wir beide an zu lachen und sagen gleichzeitig in nahezu identischer Wortwahl:
"Verdammt, wäre 'n Grund gewesen ...
... HIER ZU BLEIBEN!!!" ;o)
Schön wär's gewesen, denn wir wollten ja eigentlich noch bleiben ...
Letzter Tag - Heimflug
Nun waren zwei Wochen so gut wie vorüber. Am letzten Morgen auf Curacao, am 30. April, haben wir in aller Ruhe gefrühstückt und uns im Poolbereich unseres Hotels aufgehalten.
Gegen Mittag checkten wir aus und setzten uns in ein Taxi, das uns zum Hato International Airport brachte.
Die Kontrolleure am Airport waren sehr gründlich und achteten peinlichst genau darauf, dass ja kein Fluggast Flüssigkeiten oder sonstige verbotenen Dinge mit in die Maschine nahm. Unser Trolley mit dem Kamera-Equipment gefiel dem Herrn von der Security besonders (für uns auf Reisen ist diese Situation nichts Neues ...), denn er durchleuchtete ihn sicherlich vier-/fünfmal, bis er endlich unser Angebot annahm, einfach mal einen Blick hineinzuwerfen. Die vielen Ladekabel, Objektive etc. irritierten ihn etwas, doch nachdem wir ihm sogar demonstrierten, dass der externe Blitz tatsächlich zur Spiegelreflex gehörte, wir den Akku in die Kamera einlegten und die Kamera anschalteten, war er beruhigt.
Der Rückflug gestaltete sich in der Boeing 747-400 wie folgt: Alexander nutze das reichhaltige Multimedia-Angebot der KLM-Maschine und schaute sich zum dritten Mal "Rapunzel - Neu verföhnt" (auch für Ü-18 geeignet!), "Gullivers Reisen" und "Big Mama 3" an. Bei "New Kids Turbo" sank das Niveau weit ab in den Keller; nach 30 Minuten Proll-Entertainment am untersten Rand der Gürtellinie brach Alexander den Film mit dem Kommentar "Die Flodders sind dagegen äußerst kultiviert und mit geistiger Reife geprägt" ab - Niveau ist eben keine Hautcreme ... Melanie bekam die achteinhalb Stunden Flugzeit mit lesen, Bilder-Gucken und Musik hören rum.
Ende unserer Reise
Am Morgen des 1. Mai erreichten wir Amsterdam; nach einem gut zweistündigen Aufenthalt und einem relativ kurzen Weiterflug von 85 Minuten hieß es dann um kurz vor 11 Uhr:
Bonbini na München! = Herzlich willkommen in München!
Damit endet unsere von Erholung, Sightseeing sowie Erlebnissen geprägte Reise in die Niederländische Karibik!

