Unsere Reise auf die Karibik-Insel Bonaire mit Sightseeing in Kralendijk

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Bonbini na Bonaire - Diver's Paradise

17. - 20. April 2011 | Ankunft auf Bonaire

Bonaire war die erste der ABC-Inseln, die wir auf unserer Island-Hopping-Tour besuchten. Um kurz nach drei Uhr in der Nacht und einem gut elf-stündigen Flug von München via Amsterdam nach Bonaire war die warme Luft eine Wohltat. "Bonbini na Bonaire", was soviel wie "Willkommen auf Bonaire" bedeutet, mit diesen Worten wurden wir am Flughafen begrüßt. Obwohl es dunkel war, konnten wir gut die knallig-pinke Fassade des Flamingo Airports erkennen. Der Flughafen ist sehr überschaubar, einfach strukturiert und - wie bereits erwähnt - ziemlich farbenfroh.

Nachdem wir unsere Koffer in Empfang genommen haben und unser gesamtes Gepäck vor dem Verlassen des Airports kontrolliert wurde, stand unser Shuttle abfahrbereit vor dem Gelände. Kaum eingestiegen, waren wir fünf Minuten später bereits in unserem Hotel Plaza Resort Bonaire angekommen.

Vielleicht lag es an der sehr frühen Uhrzeit, doch der Empfang von der jungen Dame an der Rezeption war weniger herzlich, wie wir es eigentlich gewohnt sind; dass es auch freundlicher geht, haben wir dann während unseres Aufenthalts gesehen. Leider war unsere Suite bei Ankunft noch nicht bezugsfertig, sodass wir es uns erst einmal in der Lobby bequem gemacht haben und uns einen Kaffee genehmigten.

Küste von Bonaire Flamingos am Gotomeer Washington/Slagbaai National Park Natürlicher Zaun

Der wahre Fluch der Karibik

... sind die Mücken auf Bonaire. Gegen Autan und Deet scheinen karibische Moskitos - wie wir innerhalb kürzester Zeit am eigenen Leibe feststellen mussten - resistent zu sein. Obwohl wir den Mückenschutz gleich nach Ankunft im Hotel aufgetragen hatten, stellten wir immer wieder neue Einstiche fest. Am effektivsten war - und das haben wir erst später erfahren - das Mückenspray "Off". Es hat sogar den netten Nebeneffekt, dass es angenehm nach Orange roch.

Die Stunden bis zur Dämmerung und letztendlich dem Bezug unserer Suite zogen sich dahin wie Kaugummi. Als es so langsam hell wurde, haben wir erst einmal das Hotelareal erkundet. Vom Strand des Plaza Resort Bonaire waren wir anfänglich etwas enttäuscht. Die Sonnenliegen waren allesamt stark verschmutzt, die Schirme durch die Witterung bereits sehr in Mitleidenschaft gezogen und keine Spur von feinem, weitläufigem Strand wie man sich einen schönen Karibikstrand so vorstellt. Nur für super Strände ist Bonaire auch nicht bekannt und dessen waren wir uns eigentlich bewusst. Aufgrund seiner schönen, bunten und vielfältigen Unterwasserwelt ist Bonaire vielmehr die Insel der Taucher und sonstigen Wassersport-Fanatikern - weniger eine Insel für einen Strandurlaub.

Bonaire gehört zu den Top 5 Tauchgebieten der Welt

Eben weil Bonaire viel eher für Taucher und Schnorchler interessant ist, stellten wir unsere "Anforderungen", die ein karibischer Traumstrand haben sollte, zurück und freuten uns darauf, was sowohl die Unterwasserwelt als auch die Insel an sich zu bieten haben.

Was die Unterwasserwelt anbelangt, beschränkten wir uns auf diverse Schnorchelgänge innerhalb unserer Bucht, in der unser Hotel gelegen war. Immerhin hatten wir auf Bonaire nur drei Nächte und diese Reise sollte ein gesunder Mix aus Sightseeing und Erholung sein.

Um überhaupt einen Fuß ins Wasser setzen zu dürfen, muss man im Besitz einer "Nature Fee" sein. Das ist jetzt keine kleine Blondine im weißen Kleidchen mit Zauberstab, sondern eine quatratische Plakette, die man in Hotels oder Tauchschulen für $ 10,- (für Schnorchler und Schwimmer) bzw. für $ 25,- (für Taucher) erwerben MUSS. Sie dient als eine Art Umwelt-Schutzgebühr (fee = Gebühr) die zur Erhaltung des Nationalparks, wozu auch die Wasserwelt gehört, beiträgt. Diese Plakette muss man, wenn man im Meer ist, immer mit sich bzw. gut sichtbar an sich führen, z. B. an den Schwimm-Flossen o. Ä.

Die Highlights von Bonaire in vier Stunden

Die Highlights der zweitgrößten der ABC-Inseln konnten wir verhältnismäßig zügig innerhalb einer 4-stündigen Insel-Tour am 18. April bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 25 Grad erkunden.

Los ging es Richtung Kralendijk, der Hauptstadt Bonaires. Bereits während der Durchfahrt konnten wir erkennen, dass Kralendijk ein schnuckeliges kleines Städtchen mit quietsch-bunten Fassaden ist. So richtig zum Leben erwacht der Ort, sobald ein Kreuzfahrtschiff anlegt hat. Erst dann sind die meisten Geschäfte, Restaurants, Bars und sonstige Einkaufs-/Unterhaltungsmöglichkeiten geöffnet. Wie überschaubar Kralendijk ist merkt man besonders, wenn man die Hauptstraße "Kaya Grandi" durch den Ort entlangfährt. Kaum hat man vor der Einfahrt in den Ort Gas gegeben, muss man auch schon wieder auf die Bremse treten, ansonsten ist man - schwupps - aus dem Ort wieder draußen. Sehr viel gibt es über Kralendijk nicht zu berichten. Als "Magnetpunkte" sind maximal der Fischmarkt direkt am Hafen und das Fort Oranje zu nennen. An diesem Tag sind wir nur durch Kralendijk gefahren; erst am nächsten Morgen nach dem Frühstück haben wir Bonaires Hauptstadt zu Fuß erkundet.

wüstenähnliche Landschaft mit vielen Kakteen Gescheiterter Suizidversuch - Eine Frau wollte sich in den Fluten ertränken. Arawak Indian Inscriptions Willem-Leuchtturm

Wir fuhren weiter entlang der Westküste in Richtung Gotomeer und genossen immer wieder die traumhafte Kulisse der Felsformationen und das wunderschöne türkisfarbene Meer. Zwischendurch sind uns immer wieder sehr schöne gelbe Blüten von Azaleen und anderen Stäuchern/Bäumen am Wegesrand aufgefallen.

Beim Gotomeer legten wir einen kleinen Foto-Stopp ein, da dieser See in Bonaire auch bekannt für seine Flamingo-Kolonie ist.

Anschließend ging es weiter durch ein kleines Stück des im Norden gelegenen
"Washington/Slagbaai National Park". Der rund 5.650 h große Nationalpark von Bonaire ist das erste Naturschutzgebiet den Niederländischen Antillen und wurde 1969 gegründet. Da die Straßen im Nationalpark überwiegend sandig sind, darf man den Park ausschießlich mit Jeep oder Pick-Up (mit Allrad-Antrieb) befahren. Wir hielten auf einem Parkplatz, von wo aus wir einen tollen Blick auf den größten Berg der Insel, den Mount Brandaris, hatten. Mit 241 m belegt der Brandaris Berg gerade einmal Rang 33 aller karibischen Insel-Berge.

Gleich um die Ecke liegt Rincon

Nach einer weiteren kurzen Fahrt erreichten wir das älteste Dorf von Bonaire - "Rincon". Das rund 2.000 Seelendorf Rincon wurde im 16. Jahrhundert von den Spaniern gegründet und heißt übersetzt "Ecke". Es liegt auch fast nur um die "Ecke", wenn man bedenkt, dass man von Kralendijk nur knapp 25 Minuten Fahrzeit bis hierher benötigt.

Bonaire hat speziell im Norden eine wüstenähnliche Landschaft mit vielen Kakteen und Divi-Divi-Bäumen.

Unsere Fahrt ging weiter in Richtung Lac Bay im Süden der Insel. Lac Bay befindet sich in der Sorobon-Gegend, wo man vor allem schöne, feinsandige Strände findet. Da hier immer eine leichte Brise herrscht, gehört Sorobon zu den top Windsurf-Gebieten in der Karibik.

Farbenfrohes Haus in der Kaya Grandi - Die Hauptstraße von Kralendijk Kreuzfahrtschiff vor Anker in Kralendijk - Bonaire Nordküste von Bonaire Salzfelder im Süden von Bonaire


Die Straßen an der Südküste von Bonaire sind zwar relativ gut ausgebaut, dennoch sollte man bei einer Radtour entlang der Küstenstraße bedenken, dass es hier keinerlei Schattenmöglichkeit gibt. Wir hatten anfangs überlegt, die Insel per Bike zu erkundschaften, waren aber dann doch froh darüber, in einem Wagen unterwegs zu sein, da die Sonne nicht zu unterschätzen ist. Auf unserer Tour sind wir auch nur zwei/drei Radlern begegnet.

An der Südküste wird noch heute auf natürliche Weise Salz gewonnen. Die diversen u. a. rosa-schimmernden Auffangfelder kann man sehr schön von der Straße aus erkennen. Bis ins Jahr 1863 wurden Sklaven hier auf Bonaire zu dieser körperlich sehr anstrengenden Arbeit gezwungen. Die vielen kleinen Sklavenhäuser am Rande der Felder - direkt am Meer - findet man heute noch vor. Die Sklaven waren hier unter der Woche in jeweils einem "Haus" paarweise während der Salzernte untergebracht; ursprünglich kamen sie aus Rincon und mussten diesen Weg in einem sieben-stündigen Fußmarsch hinter sich bringen. Noch heute ist die Salzgewinnung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor von Bonaire, allerdings übernehmen Maschinen nun diese Aufgabe.

Sklavenhäuser Sonnenuntergang auf Bonaire Felsiger Strand bei unserem Hotel French Angelfish - Bonaire


Nachdem wir eine ausgiebige Foto-Session vom Willem-Leuchtturm (war ein Geschenk der Einwohner von Bonaire an König Willem), von den Salzfeldern und den Sklaven-Häusern gemacht hatten, fuhren wir zurück zu unserem Hotel.

Am 20. April hieß es auch schon wieder: Koffer packen und ab nach Aruba. Für unser Insel-Hüpfen wählten wir die schnellste Transport-Variante; wir sind mit "DAE" (Dutch Antilles Express) von Bonaire nach Aruba geflogen.

Kaum eingecheckt und einer kleinen Verspätung, sind wir nach einer Flugzeit von ca. 40 Minuten (via Curacao) auf der sonnenverwöhnten Niederländischen Antillen Insel Aruba angekommen.


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