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Singapadu DorfSingapadu Dorf

Unser erster Halt führte uns in das Singapadu Dorf.

Beim Aussteigen wies uns Dersi, unsere Rundreiseleiterin, schon darauf hin, dass wir mindestens fünf Mal nach links und rechts schauen sollten, bevor wir die Straßen überqueren.

Singapadu DorfDas ist ein wirklich sehr guter Tipp, da die Balinesen eine, na sagen wir mal, sehr gewöhnungsbedürftige Fahrweise haben. Von Blinken oder bei Dämmerung das Licht einschalten halten die Einheimischen irgendwie nichts, aber dafür hupen sie bei jeder Gelegenheit.

Hier muss man die Ausmaße seines Fahrzeuges kennen, sonst könnte es schwierig werden, sich auf den engen Straßen zu bewegen. Obwohl die Balinesen eine recht chaotische Fahrweise haben, ist uns in der ganzen Zeit kein einziger Unfall aufgefallen. Nachdem wir gesehen haben, wie es verkehrstechnisch hier läuft, waren wir uns schnell einig, kein Auto oder Motorrad auf eigene Faust zu mieten. Übrigens herrscht hier Linksverkehr, was die Sache für uns Europäer (mit Ausnahme von Großbritannien) nicht gerade erleichtert.

EingangsbereichZurück zu unserem Dorf. Aus Lautsprechern ertönten laute Klänge, Grillen zierpten und der Duft von Räucherstäbchen lag in der Luft. Dersi wollte uns zeigen, wie die Einwohner dort leben und führte uns zu einem bestimmten Torbogen. Es schien, als würde man uns erwarten, denn eine ältere Dame mit einem Kind auf dem Arm lud uns geradezu ein, in ihre "Wohnung" hereinzuspazieren.

SchlafzimmerAls wir durch das Tor hindurch gingen, erblickten wir sogleich einen Garten in herrlicher Farbenpracht. Kaum zu glauben, dass hier alles "einfach so" blüht. Zimmer mit Wänden gab es nicht; alles war offen, das Schlafzimmer, die Küche, einfach alles. Nur ein Rollo aus Bambus schützte vor Blicken oder vor Regen.

Heiliger BaumAuf dem Weg zurück zum Bus sahen wir einen heiligen Baum, der auf Balinesisch "Pule" heißt. Er ist heilig, weil der Saft seiner Rinde vor Fieber und Malaria schützen soll. Aus dem Holz wird unter anderem die Maske des Rangda hergestellt, die man bei Barong-Tänzen bewundern kann. Es ist verboten, diese Bäume zu fällen.


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