5. Ziel der Rundreise: Ubud
Unser letzter Halt am ersten Tag der Rundreise war Ubud, das im Landesinneren von Bali gelegene Zentrum für Malerei.
Viele europäische Künstler haben sich hier niedergelassen, wie zum Beispiel Walter Spies und Rudolf Bonnet.
In Ubud nahmen wir zum ersten Mal Kontakt mit unserer Familie, natürlich per eMail, auf. Die Computer ansich und die Internetverbindung waren nicht sonderlich schnell, aber immerhin konnte man eMails schreiben. Für 20 Minuten zahlten wir beispielsweise 5.000 Rupiah, das sind etwas mehr als 50 Eurocent.
Untergebracht waren wir im Hotel Champlung Sari. Wir wurden, wie in allen anderen Hotels auch, mit einem mit Blumenblüten verzierten Cocktail empfangen.
Künftigen Hotelgästen empfehlen wir, nach bereits renovierten Zimmern zu fragen, da die älteren Zimmer nicht mehr akzeptabel waren. Hier hatten wir auch zum ersten Mal einen dritten Zimmergenossen, nämlich einen Gecko. Sie sind eigentlich harmlos, in mancher Hinsicht sogar recht nützlich, da Hausgeckos Insekten fressen. Aber die Vorstellung, dass so ein Tierchen im Zimmer ist, war uns dennoch nicht ganz geheuer. Oft hängen sie Stunden regungslos an Decken und Wänden. Man sollte sich erst gar nicht die Mühe machen, sie zu fangen, denn Geckos sind blitzschnell.
Von allen Hotels, die wir auf der Rundreise durch Bali hatten, war das Zimmer im Champlung Sari, das einzige welches inakzeptabel war. Nicht nur wegen den Geckos, die ungehindert reinspazieren konnten durch den riesen Türspalt, sondern allgemein wegen der Hygiene im Zimmer. Das Bettlagen hatte sonstige Flecken, die Amaturen im Badezimmer waren total veraltet bis hin zu marode und das Mobilar ist besser auf dem Sperrmüll aufgehoben, als es Gästen vorzulegen. Die modernisierten Zimmer hingegen waren top. Zu schade, dass diese bereits alle belegt waren, sonst wäre Ubud uns sicherlich auch mit einem positiveren Eindruck in Erinnerung geblieben.
Am Abend besuchten wir noch einen Barong und Legong Tanz. Der Barong verkörpert als ein mythologisches Ungeheuer die weiße Magie. Er kämpft dabei gegen die Herrin der schwarzen Magie, die Hexenmutter Rangda.
Jeder Urlauber sollte während seines Aufenthalts auf Bali in den Genuss eines solchen Besuches kommen. Dieser ist wirklich empfehlenswert, da die Kostüme und Inszenierung geardezu perfekt sind. Die Aufführung, die wir gesehen haben, fand um 19.30 Uhr im Ubud Palace statt und dauerte zwei Stunden. Präsentiert wurde der Tanz von der "Panca Artha Troupe".
6. Ziel: Affenwald

Als erstes stand der Besuch des Affenwaldes, der ca. zwei km südlich des Ortszentrums von Ubud gelegen ist, auf dem Tagesplan.
Wie der Name unschwer erraten lässt, leben hier im Heiligen Affenwald etliche graue Affen. Sie sind, den Überlieferungen nach, die Heerscharen des Affengottes "Hanuman".
Diese, wie Grzimek zu sagen pflegte, "possierlichen Tierchen" hatten es faustdick hinter den Ohren. Wenn man nicht aufpasste, war man schnell seine Brille los oder sie zweckentfremdeten die Touristen als Kletterbaum. Trotzdem war die Anlage sehr eindrucksvoll.
In der Mitte des Waldes befand sich ein kleiner Tempel, dessen Tore leider verschlossen waren. Die Tatsache, dass wir einen Eisvogel zu Gesicht bekommen haben, entschädigte uns.




