9. Ziel der Rundreise: Tenganan "Bali Aga Dorf"
In Tenganan haben wir das Dorf der Ur-Balinesen, das "Bali Aga Dorf", besucht. Diese Gemeinschaft ist eine der traditionsreichsten auf Bali, deren soziale Strukturen und kultische Sitten sich von der restlichen Bevölkerung unterscheiden.
Einem "Bali Aga" ist es zum Beispiel verboten, eine Frau aus einem anderen Dorf zu heiraten. Sollte er es dennoch tun, muss er entweder im Ostteil des Dorfes wohnen oder er wird aus dem Dorf verbannt. Sie sind in ihrem Glauben an Naturgottheiten und ihren Riten sehr streng.
Es ist, im Verhältnis zu einigen anderen Balinesen, ein wohlhabendes Völkchen, wenn man mal bedenkt, dass auf einem großen Parkplatz Fahrzeuge neueren Baujahres standen und mindestens einen Wert von 30.000 Euro hatten. Dies ist offensichtlich auf ihre IKAT Doppelhand-Webereien zurückzuführen, die sie erfolgreich weltweit exportieren.
Mit Bildmaterial kann hier leider nicht gedient werden, da die Kamera streikte. Es kann natürlich auch sein, dass sie das Elend nicht fotografieren wollte. Hunde haben auf Bali schlechte Karten. Sie werden wie Dreck behandelt. Man sieht sie überall am Straßenrand liegen, eher krank als gesund. Ganz extrem ist es uns in diesem "Bali Aga Dorf" aufgefallen. Gleich am Eingang lag zusammengekauert ein junger Hund, der auf uns alle einen äußerst erschütternden Eindruck machte. Das arme Geschöpf hatte dort nichts mehr zu erwarten, nur noch den sicheren Tod. Jeder Tierschützer wäre da gleich auf die Barrikaden gegangen, aber dort waren selbst uns die Hände gebunden. Für die Bewohner war dies ein normaler Anblick, für uns jedoch nicht. Es spielte keine Rolle mehr, dass sie andere Sitten und Gebräuche haben.
Diese Gemeinschaft, die durchaus in der finanziellen Lage war bzw. ist, Hunde zu verpflegen, hat sehr an unserer Achtung verloren und von unserer Seite aus bestand kein Interesse mehr, länger in dem Dorf zu verweilen.
10. Ziel: Candidasa
Nun ging es weiter nach Candidasa am Pazifischen Ozean.
In der Zeit zwischen 1975 und 1980 war der Strand von Candidasa noch unberührt. Erst Mitte der 70er wurde ein Hotel nach dem anderen erbaut. Der zunehmende Tourismus und die Schiffstouren zwischen dem Hafen von Padang Bay und Lombok zerstörten nach und nach das Korallenriff. Die balinesiche Regierung beschloss darauf hin, die riesigen Lücken mit Beton aufzufüllen, was dazu führte, dass der natürliche Strand quasi nicht mehr existiert.

Bevor wir in unserem Hotel angekommen sind, fuhren wir durch eine Art Palmenwald. Wir dachten schon, wir seien im tiefen Dschungel Balis.
Nach einer Weile erreichten wir unser Hotel "Puribagus Candidasa". Die Hotelanlage war sehr sauber und gepflegt.
Unser Bungalow war geräumig und total interessant war das Badezimmer. Das Außergewöhnliche hieran war, wie auf dem unteren Bild zu sehen ist, dass es sich sozusagen im Freien befand.
Nachdem wir uns die Pool-Landschaft angesehen haben, führte uns der Weg zum Strand.
Viel Sand haben wir leider nicht entdeckt. Laut Dersi ist dies wohl auch ein Grund dafür, dass Touristen diese Region nicht unbedingt für einen 14-tägigen Urlaub ansteuern. Aber für einen Kurzaufenthalt, wie in unserem Fall, können wir das Hotel durchaus empfehlen.
Am Abend haben wir an einem im Hotel angebotenen Dinner teilgenommen. Begrüßt wurden wir vom Hotelpersonal mit einem herzlichen "Selamat Malam" (Guten Abend) und einer Blüte, die uns ins Haar gesteckt wurde. Während wir mit einheimischen Gerichten verwöhnt wurden, durften wir den Klängen balinesischer Lieder folgen und uns einen Barong-Tanz ansehen.




