7. Ziel der Rundreise: Klungkung
Auf dem Weg nach Klungkung durchfuhren wir eine wunderschöne Landschaft.
Das Wetter war natürlich herrlich, wie die Tage zuvor. Oftmals dachten wir, wie es wohl sein mag, wenn es hier mal regnet. Räumen dann die Balinesen ihr Bettzeug zur Seite, weil ja alle Räume offen sind oder regnet es einfach nur gerade runter?
Vorbei an saftig grünen
Wiesen, unzähligen Palmen und wundervollen Blumen, machten wir Halt an einem Reisfeld, bei dem man seine Schwierigkeiten hatte, ein dreiblättriges Kleeblatt zu finden; es gab nämlich nur vierblättrige. Es verstand sich von selbst, dass wir uns damit erst einmal eindeckten.
Klungkung
heißt seit 1992 offiziell Semarapura, obwohl die alte Bezeichnung noch immer in vielen Landkarten und Reiseführern verwendet wird. Unser nächster Besuch galt der von einem Wassergraben umgebenen historischen Kerta-Gosa-Halle, dem Gerichtsgebäude von Klungkung.
Hier sieht man Deckenmalereien im typischen Wayang-Stil, die Bestrafungen darstellen, welche Verurteilte zu erwarten haben.
Von der damaligen Metropole aus dem 15. Jahrhundert, der mächtigen Gelgel-Königsdynastie, ist nicht mehr all zu viel erhalten.
1908 zerstörten die Niederländer so ziemlich alle bedeutenden Bauwerke bei einer Strafexpedition. Viele Balinesen wählten lieber den Tod, als sich der Kolonisierung der Holländer zu unterwerfen und zogen in die rituelle Selbstvernichtungsschlacht. 



