3. Ziel der Rundreise: Bedulu
Unser nächstes Ziel war die Elefantenhöhle "Goa Gajah" in der Nähe von Bedulu. Sie wurde erst im Jahre 1922 entdeckt und ist dem elefantenköpfigen Sohn Shivas geweiht, dessen Name Ganesha ist.
Die Höhle war die erste Tempelanlage von vielen, die wir besucht haben. Jede Person, deren Knie nicht bedeckt waren, musste einen Sarong, eine Art Wickelrock, tragen. Sollte man (s)einen vergessen haben, so war dies kein Problem.
Die dortigen Händler machten schon von Weitem auf dem relativ großen Parkplatz darauf aufmerksam, was sie anboten. Wir hatten das Glück, von unserer Rundreiseleiterin jeweils einen Sarong zu bekommen der nun als Souvenir dient.
Zunächst mussten mehrere Stufen überwunden werden, um zu der im Tal gelegenen Elefantenhöhle zu gelangen.
Der Eingang ist gerade einmal zwei Meter hoch und ca. 70 cm breit. Wen dieser Kalakopf darstellen soll, darüber ist man sich noch nicht so ganz im Klaren. Wegen dem schweren Ohrgehänge spricht einiges dafür, dass es sich um die Hexe Rangda handeln könnte.
Im Inne
ren der Höhle sind vier kleine Nieschen, in denen unter anderem ein dreifacher Linga (eine Art Phallussymbol) und eine Ganesha-Statue sowie verschiedene Inschriften zu finden sind. Dies deutet darauf hin, dass zu früheren Zeiten shivaistische Mönche hier beteten und meditierten.
Am Badeplatz findet man sechs weibliche Figuren, die jeweils zwei Meter hoch sind und ein Gefäß in der Hand halten, aus dem normalerweise Wasser fließt. Sie sollen hinduistische Göttinnen darstellen. Erstaunlich ist, dass dieser Platz erst 1956 entdeckt wurde, obwohl er sich doch direkt gegenüber der Elefantenhöhle befindet.
Man sollte auf jeden Fall die Zeit nutzen, um durch die Anlage zu laufen, allein der malerischen Palmenkulisse wegen.



