Wir entdecken Brisbane auf eigene Faust

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18. Tag: Brisbane

Donnerstag, 30. September 2010 | Totally Brisbane

Zum ersten Mal während unserer Rundreise durch Australien hatten wir einen kompletten Tag zu unserer freien Verfügung. Wir konnten tun und lassen was wir wollten, wo wir wollten, wann und so lange wir wollten. Unser Rundreise-Programm war so gestrickt, dass es den einen oder anderen Tag zur freien Verfügung an sich gab, nur dann haben wir die fakultativen Angebote mitgenommen, weil wir nunmal so viel von Australien sehen wollten, wie es nur möglich war. Und das war verdammt viel!

North Quay Haltestelle der City Cat und City Ferry Mit der City Cat auf dem Brisbane River Skyline von Brisbane Riverbank

Den Tag in Brisbane - der letzte Tag unserer Reise vor Heimflug - haben wir daher ganz besonders genossen. Brisbane ist so riesig und vielfältig - wir haben sicherlich längst nicht alles gesehen, obwohl wir uns die Füße plattgelaufen haben.

Um 9:30 Uhr begann unsere ganz persönliche Sightseeing-Tour durch Brisbane, die vor 18:20 Uhr nicht enden sollte. Melanie hatte den Plan, Alexander hatte gelitten ... ;o)


Verkehrsregeln für Fußgänger Aufstieg zum Aussichtspunkt Kanguru Point Skyline von Brisbane vom Aussichtspunkt Kanguru Point Kletterwand entlang des Cliffs Bordwalk

Vom Hotel aus sind wir zur Station North Quai gelaufen, von wo aus wir die flinke City Cat, eine schnelle Fähre, zur Riverside Station genommen haben. Das Tagesticket für die Fähre konnten wir auf der City Cat kaufen. Von der Riverside Station sind wir entlang der Promenade über die Story Bridge, wo man einen tollen Blick auf die Skyline von Brisbane hat, gelaufen.

Zu schade, dass es an dem Morgen etwas bewölkt war, sonst wären die Glasfassaden der Banken- und Geschäftsgebäude richtig schön zur Geltung gekommen. Unser Fußmarsch ging weiter entlang der Riverbank zum Aussichtspunkt Kangaroo Point, wo wir erst einmal auf 'n Käffchen und 'n Muffin in einem netten Straßenlokal einkehrten. Weiter ging es Richtung Goodwill Bridge, die wir überquerten und direkt in den riesigen Botanischen Garten inkl. Mangroven gekommen sind. Der Botanische Garten beherbert nicht nur eine Vielzahl an Pflanzen sondern hier finden auch zig Tiere Unterschlupf.

Brisbane Leguan Story Bridge und Skyline von Brisbane South Bank Freibad-Anlage mit Strandabschnitt

Da es doch ein ordentlicher Fußmarsch war, entspannten wir uns ein wenig, indem wir uns kurzerhand in die Fähre setzten, um uns einfach nur rumkutschieren zu lassen. Mit der City Cat fuhren wir bis zur Endstation „Apollo Road“ und von dort aus zurück bis zur Station South Bank. An der Promenade in South Bank sind nicht nur viele Restaurants, sondern eine riesige lagunenartige Freibad-Anlage mit Strandabschnitt, Liegewiesen und Grillmöglichkeiten zur kostenlosen Nutzung. Für Singles, Paare und Familien gleichermaßen geeignet. Wirklich sehr schön angelegt.

Promenade am Brisbane River Pflanzen im Botanischen Garten von Brisbane Botanischer Garten Weißer Weihnachtsstern

Von South Bank aus sind wir mit der City Cat wieder über den Brisbane River zu unserer ersten Station North Quai gefahren. Es war mittlerweile später Nachmittag und ein kühles Lüftchen kam auf. Im Hotel haben wir uns eine Jacke geholt und sind weiter in die City gelaufen. Unser Weg führte uns u. a. zum Anzac Square (ANZAC = Australian and New Zealand Army Corps), einem hübschen kleinen Park in der City. Da es in allen australischen Städten ein Denkmal zu Ehren der Kriegsgefallenen gibt, findet man auch in Brisbane ein War Memorial. Die ewige Flamme brennt in einem griechischen Säulenpavillon am Eingang des Parks in der Ann Street. Unsere restlichen Souvenirs kauften wir in der Fußgängerzone, wo sich die Modehäuser, z. B. Versace, Dolce & Gabbana und Myers (das bekannteste Kaufhaus in Brisbane), genauso aneinander reihen wie Bistros oder kleine Boutiquen.

Drachenbaum - Dragon Tree Mangroven am Ufer des  Brisbane River Anzac Square War Memorial Brisbane Square

Um 18:20 Uhr sind wir wieder im Hotel angekommen, um uns für den Abend fertig zu machen, da wir uns mit den anderen sieben Reise-Teilnehmern zu einem gemeinsamen Abschiedsessen verabredet hatten. Um 19 Uhr trafen wir uns in der Hotel-Lobby. Als Location hatten wir was ganz Uriges ausgesucht: das Pancake-House in der Charlotte Street in Brisbane. Im Pancake House werden, wie es der Name bereits verheißungsvoll verrät, Pancakes in allen möglichen Variationen angeboten. Wer keinen Appetit auf Pancakes hat, kann sich auch Salat, Burger oder Steaks bestellen.

Selbst Menues in mehreren Gängen sind hier an der Tagesordnung. Der Clou an dem Pancake House ist allerdings, dass es sich in einem ehemaligen Kirchengebäude befindet. Da das Pancake House sehr beliebt bei Einheimischen und Touristen ist, empfiehlt sich vorab eine Tischreservierung.

Shoppingcenter Myer in der Fußgängerzone City Hall Brisbane Central Station - Hauptbahnhof Wasserspiele Brisbane Brisbane Arcade Moderne Kunst

Nachdem wir alle vollgestopft bis über beide Ohren waren, tranken wir noch einen Absacker an der Hotelbar - na ja, besser gesagt in der Lounge, da die Bar zu später Stunde bereits geschlossen war.

Wir liesen unsere Australien-Rundreise von A bis Z Revue passieren. Sehr interessant war zu hören, wie jeder Einzelne die Reise empfunden hat. Einstimmig gelobt wurde u. a. die hervorragende Organisation der Tour. Das Timing von Flugzeiten und Transfer war perfekt, die Guides waren professionell und kompetent, die aufgesuchten Hotels waren alle zentral gelegen.

Für positiv wurde zudem die Gruppengröße von anfänglich 17, später 9 Teilnehmern empfunden. Unter anderem wurde Kritik in Bezug auf den Bus, z. B. in Melbourne, aufgrund seiner mangelnden Beinfreiheit geübt. Als Verbesserung wurde auch angemerkt, Alice Springs gänzlich ausfallen zu lassen und gleich nach Landung durch das Outback zum Ayers Rock/Uluru durchzufahren. Dem Vorschlag, von Sydney bzw. Brisbane direkt nach River Heads zu fliegen, stimmten einige zu, da doch nahezu ein ganzer Tag nur für Transfer entlang der Sunshine Coast draufging, was - abgesehen vom Panorama - sehr schade war; die Zeit für den Transfer hätte man andererseits intensiver auf Fraser Island nutzen können. Was die Pinguin-Parade auf Phillip Island angeht, so gingen die Meinungen stark auseinander; die einen fanden den Ausflug sehr schön, die anderen - so auch wir persönlich - waren u. a. über die Unnahbarkeit der Pinguine enttäuscht. Insgesamt kam die Gruppe jedoch gemeinsam zu dem Entschluss, dass diese Australien-Rundreise für Einsteiger optimal war und durchaus zu empfehlen ist.

Riesenrand auf der South Bank Seite des Brisbane River Casino von Brisbane by night Kirche Pancakehouse in der Charlotte Street 18 Einst eine Kirche jetzt ein Pancakehouse

Gegen 0 Uhr gingen wir auf unser Zimmer. Uns wurde, während wir die Notizen des Tages schrieben, so richtig bewusst, dass das Ende unserer Reise unmittelbar bevorstand - so schnell auf einmal ...


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