Reiseverlängerung - Brisbane und Fraser Island

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15. Tag: Sydney – Brisbane – Fraser Island

Montag, 27. September 2010 | Flug von Sydney nach Brisbane | Transfer mit Bus und Fähre nach Fraser Island

Sydney verließen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Weinend deshalb, weil wir noch zig Dinge hätten sehen oder unternehmen können und uns leider hierfür die Zeit fehlte. Lachend, weil wir endlich dieses fade Frühstück los sind; diese schmierige Rühreipampe und geschmacklose Bohnenmasse gehen in keinster Weise mit der wichtigsten Mahlzeit des Tages konform.

Sydney Tower Drei Affen - nichts hören, nichts sehen, nichts sagen Police Highway Patrol Shopping in Sydney

Lachend auch deshalb, weil wir und sieben weitere Rundreise-Teilnehmer uns auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt mit Regenwald, freuten und wir wieder eine neue Region Australiens kennen lernen werden. Für alle anderen Mitreisende endete diese Australien-Reise in Sydney.

Also, an Rückreise wollten wir noch lange nicht denken. Uns standen weitere vier schöne Tage auf Fraser Island und Brisbane bevor.

Ulrike begleitete uns bis zum Kingsford Smith Sydney Airport. Da wir wieder einen Group-Check-In hatten, war das Gesamtgewicht aller Koffer unserer mittlerweile nur noch neunköpfigen Gruppe relevant. Das „Problem“ mit zu viel Gewicht im Koffer bestand offensichtlich auch noch bei den anderen Reiseteilnehmern, denn insgesamt hatten wir letzten Endes gemeinsam 1 kg Übergepäck. Eleonores und Thomas' Koffer waren die letzten beiden Koffer auf dem Gepäckband, die zwar an sich kein Übergewicht hatten, aber aus denen man noch hatte etwas herausholen können - sonst hätte die Gruppe für dieses eine Kilo 48,- AUD zahlen müssen. Dass die Waage von vornherein pro Gepäckstück 100 g aufgeschlagen hat, hat die Dame vom Check-In gekonnt übersehen ...

Bis zum Abflug nach Brisbane um 11:30 Uhr schlugen wir uns die Zeit noch einmal mit ein paar Postkarten schreiben um die Ohren.

Übrigens, wer Sydney ganz individuell mit einem Personal Guide kennen lernen möchte, kann dies mit Ulrike tun. Uns liegen die Kontaktdaten von ihr vor, die wir gerne an Interessierte weiterleiten.

Mit etwas Verspätung landeten wir um 12:40 Uhr in Brisbane. Es war sonnig und das Thermometer zeigte 26 Grad an.

In Brisbane hieß uns Waltraud am Flughafen willkommen. Ihre freundliche, zuvorkommende Art erinnerte uns ein wenig an unsere Grandmas, allerdings war sie bei Weitem fitter als unsere Omis.

Flughafen von Sydney Strand von Mooloolaba Rast in Matilda Känguru mitten auf der Straße

Jetzt hieß es dalli fix, denn bis ins 334 km entfernte River Heads sind es mit dem Minibus knapp fünf Stunden - ohne Pause - und unsere Fähre, die uns nach Fraser Island übersetzte, sollte um 18:55 Uhr ablegen. Um 13:20 Uhr saßen wir alle im Bus und Ross, unser Fahrer, gab sogleich ordentlich Gas. Wir fuhren von der M1 auf den Bruce Highway, entlang der Sunshine Coast Richtung Norden; linkerhand hatten wir nach einigen Kilometern Blick auf die Glass House Mountains. Waltraut versorgte uns während der ganzen Fahrt mit reichlich Informationen. Sogar die Speisekarte des Restaurants unserer Unterkunft, dem Kingfisher Bay Resort auf Fraser Island, zückte sie aus ihrer Tasche, um wirklich jede Sekunde strategisch auszunutzen bzw. das Abendessen schon einmal im Vorfeld zu organisieren. Den meisten Deutschen ist Pünktlichkeit mit in die Wiege gelegt worden, was sich nun auch bei unserem Grüppchen bemerkbar machte. Nach zwei kurzen Pausen standen wir alle überpünktlich wieder brav beim Bus und so konnten wir doch noch einen kurzen Foto-Stopp am Strand von Mooloolaba an der Sunshine Coast einlegen. Die angenehme warme Luft und der Sonnenschein waren eine Wohltat, auch wenn es nur für wenige Augenblicke war.

Während der Fahrt hielten wir Ausschau nach Kängurus, doch da wo wir bzw. Waltraud sie vermuteten, war keines zu sehen. Bis wie aus heiterem Himmel plötzlich ein großes, graues Känguru mitten auf der Straße stand. Ross ging sofort vom Gas und wir alle waren erschrocken und erfreut zugleichen. Das Känguru war offensichtlich nur erschrocken und hüpfte prompt davon.

Weiter ging es vorbei an Ananas- und Zuckerrohrplantagen, durch Orte wie Maryborough mit wunderschönen Queenslander Häusern bis wir - just in time - um 17:45 Uhr unser Fähren-Check-In-Office (Kingfisher Bay Resort Mainland Reception) in River Heads erreichten, wo wir unsere Koffer für die Fährüberfahrt nach Fraser Island einchecken mussten - und uns selbst natürlich auch. Da das Koffergewicht auf max. 25 kg pro Koffer begrenzt ist, wurden zunächst alle unsere Koffer gewogen. Probleme wegen Gepäck-Übergewicht hatte hier niemand von unserer Reisegruppe. Wir bekamen unsere Bordschildchen und fuhren wenige Minuten weiter zum Ablegesteg der Fähre.

Kingfisher Bay Resort Mainland Reception Höchstgeschwindigkeit auf Fraser Island Fish and Chips Schnipo mit Jägersoße auf australisch

Wie es der Zufall will, lag urplötzlich (...) ein Fläschchen mit Insektenspray auf der Straße. Das kam doch glatt wie gerufen, denn auf Fraser Island gibt es Stechmücken, die über unseren Mückenschutz Autan nur lachen. Wir machten somit alle von dem Mückenschutz reichlich Gebrauch.

Die Wettervorhersage für die kommenden Tage war nicht vielversprechend. Es sollte zwar warm bleiben (ca. 25 Grad) jedoch sollte es regnen. Da wir jedoch ein herrliches Abendrot beobachten konnten, waren wir guter Dinge, dass der nächste Tag auch schön werden wird.

Um 18:55 Uhr legte dann auch endlich die Fähre nach Fraser Island ab. Die Fahrt dauerte 40 Minuten. Direkt am Anlegesteg erwartete uns bereits eine Hotel-Angestellte des Kingfisher Bay Resorts mit einem "People Mover", einer Art Mini-Eisenbahn, um uns zur Sand Bar & Restaurant des Hotels zu bringen. Da Waltraud uns wenige Stunden zuvor während der Fahrt entlang der Sunshine Coast die Speisekarte dieses Restaurants zeigte und wir alle damit einverstanden waren, direkt nach Ankunft auf der Insel dort zum Abendessen einzukehren, wurde für uns ein Tisch reserviert und ein alkoholfreier Begrüßungs-Cocktail gereicht.

Nach dem gemeinsamen Abendessen organisierte Waltraud einen Transport zu unserem Domizil auf Fraser Island. Wir bezogen unser großes Zimmer mit Terrasse, in das bereits im Vorfeld unsere Koffer gebracht wurden. Auf Empfehlung von Waltraud verrammelten wir als erstes die Abflüsse im Badezimmer mit allem was nicht niet- und nagelfest war, um eventuelle unliebsame, tierische Eindringlinge auszuschließen. Immerhin waren wir auf einer Insel, auf der Giftspinnen und Schlangen zu Hause sind und am liebsten sind uns diese Tierchen, wenn sie draußen spielen ...

Mit einer Geräuschkulisse von Vogelgezwitscher, quakenden Fröschen und zirpenden Grillen schalteten wir gegen 23:45 Uhr das Licht aus.


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