10. Tag: Great Barrier Reef
Mittwoch, 22. September 2010 | Schnorchel-Trip nach Michaelmas Cay | Great Barrier Reef
Nur der frühe Vogel fängt den Wurm, so rappelte unser Wecker bereits um 5:45 Uhr. Nach einem ausgiebigen Frühstück (endlich einmal mit Käse und gekochtem Ei) packten wir unsere Bade- und Schnorchelutensilien zusammen, um ein weiteres Highlight unserer Australien-Rundreise anzugehen – auf geht's zum berühmten und größten Korallenriff der Welt, dem Great Barrier Reef.
Mit dem Bus fuhren wir um 7:30 Uhr nur wenige Minuten bis zur Merlin Marina in Cairns. Unser Segelkatamaran lag am Dock A vor Anker. Die Temperatur lag wieder bei ca. 25 Grad, doch der Himmel sah grau aus und vereinzelt nieselte es auch. Dennoch waren wir guter Dinge, dass es wieder sonnig wird, wenn wir rund 40 Kilometer von der Küste Cairns entfernt bei Michaelmas Cay ankommen werden.
Wir legten um 8:45 Uhr mit dem Katamaran "Ocean Spirit" ab nach Michaelmas Cay, eine der vielen Sandbänke im Great Barrier Reef. Der Katamaran kann bis zu 150 Passagiere aufnehmen und so viele waren sicherlich on board. Nach einer zweistündigen Fahrt erreichten wir die Sandbank Michaelmas Cay. Wow, was für ein Anblick. Das Wasser türkis und glasklar, der weiße Sand absolut fein und wenn Engel auf Reisen gehen, dann scheint wie auf Bestellung die Sonne. Perfekt!

Melanie nahm erst einmal an der Glasboden-Tour durchs Riff teil, bevor auch sie die Unterwasserwelt vor Michaelmas Cay hautnah erkundete. Alexander wollte nicht mehr länger warten. Er setzte gleich zur Insel über und schnorchelte das Riff ab. Nur gut, dass man sich für 8 Dollar einen Wet-Suit (Neoprenanzug, kurz an Arm und Bein) ausleihen konnte, denn Alexander blieb nahezu die kompletten 3,5 Stunden, die wir hier verbringen konnten, im Wasser - er ist halt 'ne Wasserratte! :o) Die Unterwasserwelt war auch einfach zu phantastisch, um nur am Strand zu liegen. Korallen, Riesen-Muscheln und Fische zum Greifen nahe - allerdings nur bildlich gesprochen. Das Great Barrier Reef steht unter Naturschutz. Das Mitnehmen von Korallen, Sand oder Ähnliches ist strengstens verboten und wird mit hohen Geldbußen geahndet.

Wir waren auch schön artig und haben alles an Ort und Stelle gelassen. Lediglich knapp 130 Fotos haben wir mitgenommen. Unsere eigene Unterwasserkamera hatten wir nicht dabei, also machten wir von dem Angebot des Katamaran-Betreibers Gebrauch, sich für 50 Dollar eine Unterwasserkamera zu borgen. Wenn der Akku der Unterwasserkamera etwas länger mitgespielt hätte und wir ein bisschen länger im Great Barrier Reef geblieben wären, hätten wir auch sicherlich die 2 GB an Speicher voll ausnutzen können.
Man musste noch gar nicht mal sehr weit vom Strand entfernt sein, schon konnte man kleine und mitunter auch nahezu transparente Fische und Korallen sehen. Mit Einsetzen von Ebbe war man teilweise so knapp über den Korallen, dass man sie hätte mit dem Bauch streifen können. Vorsicht war geboten!

By the way: Mit an Bord war auch eine professionelle Fotografin, die sowohl an Land als auch unter Wasser Aufnahmen von einem gemacht hat. Allerdings ist der Preis von 15 AUD für ein Bild auf CD etwas happig. Bei Abnahme von 6 Fotos reduziert sich der Preis auf 79 AUD. Super Sache, mit der man sich seinen Lebensunterhalt in Australien verdienen kann; vielleicht ein Tipp an alle Hobby-Fotografen, die nach Australien auswandern wollen …
Wir verbrachten also eine total super-klasse-tolle Zeit im Great Barrier Reef; schnorcheln, schwimmen, Fischchen- und Korallengucken, Fotos unter Wasser, Fotos über Wasser, Fotos von Fischlis, Fotos von Korallen und natürlich jede Menge Fotos von uns selbst im Wasser und an Land! Ein super Trip!!!Gegen 14:30 Uhr legten wir von Michaelmas Cay ab mit Kurs auf Cairns. Wir waren auf einmal so hungrig, dass wir uns den auf dem Katamaran angebotenen Kuchen mit dazu passendem Kaffee regelrecht auf der Zunge haben zergehen lassen. Ein gefülltes Pony auf Toast wäre jedoch besser gewesen. Da es uns im Wasser so gut gefallen hat und wir die Zeit voll nutzen wollten, hatten wir das Mittagessen auf dem Katamaran ausfallen lassen und daher machte sich nun der Hunger bemerkbar.
Nach einer Runde Live-Musik (der Captain gab sein Können preis) und einem Gläschen Sekt erreichten wir um 17 Uhr wieder Cairns.
Den Abend haben wir erneut bei einem Meal-Deal mit Eleonore, Thomas und Mark im Außenbereich des P. J. O’Brien’s und einem Resümee des Tages ausklingen lassen. Schön war's!



