Unser Urlaub auf Aruba mit Jeep-Tour und Trip nach Oranjestad

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Aruba - One Happy Island

20. bis 25. April 2011 | Unser zweites Ziel Aruba

Obwohl wir - wie bereits erwähnt - mit einer kleinen Verspätung von Bonaire abgehoben und in Curacao zwischengelandet sind, erreichten wir planmäßig am Nachmittag unser zweites Ziel unserer Reise - Aruba.

Aruba - seit 1986 autonom - ist zwar die kleinste, aber mit die modernste der ABC-Inseln; dies merkt man bereits bei Ankunft am Flughafen "Aeropuerto Internacional Reina Beatrix" (Queen Beatrix International Airport), der ca. 5 km östlich von Oranjestad an der Südküste liegt.

Kurz nach der Landung auf Aruba schnappten wir uns eines der vielen Taxen, die vor dem Flughafen auf Fahrgäste warteten und fuhren zu unserem Hotel, dem RIU Palace Aruba. Da die Preise für Taxen von der arubischen Regierung festgelegt werden, ist keines der Taxis mit einem Taxameter ausgestattet; stattdessen führt jedes Taxi eine Tarifliste mit sich. Eine einheitliche Farbe für Taxis gibt es hier nicht; sie sind eher am Nummernschild zu erkennen, da jedes Kennzeichen eines Taxis mit "TX" beginnt.

California Lighthouse Fort Zoutman mit seinem Willem III. Tower Küste im Norden von Aruba Bushiribana Gold Mill Ruins Wish Rock Garden

Im Hotel RIU Palace Aruba angekommen, wurden wir erst einmal herzlich an der Rezeption mit Cocktail begrüßt. Wow, bereits während unseres Urlaubs in Mexiko im Jahre 2004 haben wir uns das RIU Palace als Unterkunft ausgesucht und waren begeistert - auf Aruba war das nicht anders. Wir bezogen unser großes Zimmer mit Meerblick, packten unsere Koffer aus, zogen unsere Badesachen an und packten die Strand-Utensilien in unsere Badetasche - ab ging's an den wunderschönen, feinsandigen und weißen Strand. Das RIU Palaca Aruba liegt direkt am Palm Beach. Hier haben wir den restlichen Tag relaxed und mit einem leckeren Cocktail von der Pool-Bar ausklingen lassen.

Der Folgetag stand ebenfalls im Zeichen von Ruhe, Strand, lesen, schwimmen und sonstigen Präferenzen eines All-Inclusive-Urlaubs.

Auf Aruba-Discovery-Tour mit ABC Jeep-Safari

Am 22. April war das Wetter ideal für eine ganztägige Jeep-Tour über die gesamte Insel Aruba. Bei diesem 8-Stunden-Trip haben wir u. a. Halt beim California Lighthouse, Wish Rock Garden, Chapel of Alto Vista, Shark's Mouth, Bushiribana Gold Mill Ruins, Ostrich Farm, Natural Bridge, Arikok National Park, Indian Caves und San Nicolas gemacht. Wir hatten sogar die Option, im Natural Pool sowie am Baby Beach zu schwimmen bzw. zu schnorcheln.

Die Tour buchten wir direkt bei dem Anbieter "ABC Jeep-Safari". Im Preis von $ 95,- pro Person (zuzüglich 3 % TAX) sind Abhol-/Bringservice und Softdrinks inkludiert. Bevor wir in die allrad-getriebenen Land Rover stiegen, mussten alle Teilnehmer ein Formular unterzeichnen, in dem bestätigt wird, dass der Veranstalter für keinerlei Schäden in Regress genommen werden darf. Ganz gleich, ob ein Guide von ABC Jeep-Safari das Fahrzeug lenkt oder ein anderer Teilnehmer dies tut. Denn sollten nicht ausreichend Fahrer für ein Off-Road-Abenteuer auf der Insel Aruba vorhanden sein, darf ein Gast den Jeep fahren.

Natural Bridge Natural Pool / Conchi / Cura di Tortuga Kakteen im Arikok National Park Indian Caves

Jedenfalls fuhr unseren Jeep ein erfahrener Guide, der ziemlich locker drauf war. Auf den zwei schräg angebrachten Ladeflächen saßen wir mit zwei weiteren Pärchen aus den USA und Norwegen. Die Tour lief komplett in englischer Sprache ab.

Unser erster Halt war der im Norden gelegene Leuchtturm California Lighthouse. Von hier aus hat man vor allem in den Abendstunden einen wundervollen Blick über das azurblaue Meer, die feinen Strände von Aruba und die felsige Korallenküste. Romatiker werden beim California Lighthouse mit fantastischen Sonnenuntergängen bezaubert. Seinen Namen hat der Leuchtturm übrigens von dem gleichnamigen US-Schiff "California", welches im Jahre 1908 vor der Küste Arubas gesunken ist, nur weil der Verantwortliche schlief und zu spät Alarm schlagen konnte. Zwei Jahre später, also 1910, wurde der Leuchtturm erbaut.

Nach diesem Stopp machten wir uns auf den Weg zur kleinen, farbenfrohen und inmitten von Kakteen gelegenen Kapelle Alto Vista (Chapel of Alto Vista). Der kurvige Weg bis zur Kapelle, auf einem Hügel oberhalb der Küste gelegen, ist gesäumt mit Kreuzen am Straßenrand, deren Abbild die Stationen des Kreuzwegs darstellt. Sozusagen ein "Drive In" für gläubige Pilger. Erbaut wurde die Kapelle Alto Vista im Jahre 1750. Da wir Karfreitag hatten, war einiges auf dem Kreuzweg und in der Kirche los. Für gewöhnlich geht es hier ruhiger zu. Wir wollten die Kirchgänger auch gar nicht länger stören und fuhren weiter die Nordküste von Aruba entlang.

Kapelle Alto Vista Kakteen soweit das Auge reicht Ostrich Farm - Straußenfarm Discovery-Tour mit ABC Jeep-Safari

Wir erreichten die Ayo und Casabiri Felsformationen, wo sich auch der Wish Rock Garden erstreckt. Vor allem Touristen bauen sich gerne Türmchen aus den herumliegenden Steinen, wobei jeder Stein einen Herzenswunsch darstellen soll. Nachdem hier ein längerer Aufenthalt angedacht war - länger als wir ihn brauchten - bauten auch wir unser eigenes kleines Wünschetürmchen. Hat nicht jeder, so einen Wünscheturm auf Aruba! ;o) 

Direkt gegenüber vom Wish Rock Garden befinden sich die Bushiribana Gold Mill Ruinen. Im Jahre 1824 brach auf Aruba der Gold- und Erzrausch aus, wovon heute jedoch nichts mehr zu spüren ist. Die größte Einnahmequelle der Karibik-Insel Aruba ist der Tourismus, die Spielcasinos und die Ölraffinerie einer Ölgesellschaft aus Venezuela. Die Überreste der verlassenen Bushiribana Gold Mill Ruinen können sozusagen im Vorbeigehen besichtigt werden.

Vom Jeep aus fotografierten wir eine Felsformation, die den hübschen Namen Shark's Mouth hat.

So langsam wurde das Gelände, welches zum Arikok National Park gehört, immer holpriger und es gab durchaus Momente, wo man sich gut festhalten musste.

Ein Foto-Stopp war auch Arubas Natural Bridge wert. Durch die starke Brandung und dem stetigen Wind, der an der Küste herrscht, wurde der Korallenkalk auf natürliche Weise regelrecht weggefräst, sodass sich eine Untertunnelung bildete. Die Brücke wurde über die Jahre hinweg immer instabiler und ein Teil stürzte am 2. September 2005 um 4:00 Uhr morgens ein. Schilder machen auf die Einsturzgefahr aufmerksam und Markierungen kennzeichnen, wie weit man noch die Brücke betreten darf. Die ursprüngliche Natural Bridge bestand aus einer Länge von rund 30 m und einer Höhe von ca. 7 m und zählte damit zu der größten Natur-Brücke dieser Art weltweit.

Adrenalin-Kick bis zum Natural Pool

Beim Natural Pool hatten wir die Gelegenheit, ins kühle Nass zu springen. Ein Geheimtipp ist der natürliche See, der auch "conchi" oder "Cura di Tortuga" genannt wird, nicht mehr. Viele Aruba-Touristen suchen sich hier ihr Plätzchen.

Abenteuerlich ist jedoch der Weg bis zum Natural Pool; die sehr steile Bergauf- und Bergabfahrt sorgt für einen gewissen Adrenalin-Kick.

Für unseren Geschmack hatte auch der von Felsen umringte Natural Pool sein Fassungsvermögen an Menschen erreicht, sodass es ein kleines Gedrängel um die wenigen bis gar keinen Schattenplätze gab. Die 45 Minuten für den Aufenthalt waren ein bisschen knapp kalkuliert, da man für die Wegstrecke vom Parkplatz zum Pool und wieder zurück (immerhin musste man einen steilen Hang hinunter/hinauf und über rutschige Felsen klettern) sowie für das Schwimmen im Pool und anschließende Trocknen ein wenig Zeit brauchte. Wir selber waren daher nicht im Natural Pool schwimmen und freuten uns viel lieber auf den noch anstehenden Schnorchel-Stopp am Baby Beach.

Ostrich Farm - Straußenfarm mit wenig Authentizität

Weniger spektakulär empfanden wir den Besuch der Ostrich Farm, wo wir auch zu Mittag gegessen haben. Das Essen war okay, doch die anschließende Tour auf der - wie Alexander zu sagen pflegte - "Straußenfarm für Arme", kann man sich schenken. Ein Dutzend Strauße werden paarweise in diversen Gehegen zur Schau gestellt, man bekommt ein paar Erklärungen dazu und darf sogar die Tiere füttern. Eine ziemlich ernüchternde Show, wenn man schon einmal eine richtige Straußenfarm in Südafrika gesehen hat, wo man Hunderte von Strauße bestaunen konnte, Straußeneier anfassen durfte, die verschiedenen Wachstumsstatien der Riesenvögel in zigfacher Version sehen und als I-Tüpfelchen sogar beobachten konnte, wie ein Straußenküken aus dem Ei schlüpfte. All dies konnte die Ostrich Farm auf Aruba nicht bieten. Sollte man die Erfahrung einer Straußenfarm in Südafrika o. Ä. nicht gemacht haben, eventuell dann ist die Ostrich Farm auf Aruba eine tolle Sache - vielleicht aber auch nur.

Natural Pool Baby Beach Schnorcheln am Baby Beach Typischer Giebel in Oranjestad

Viel interessanter waren hingegen die Indian Caves, wo Arawak-Indianer (die Ureinwohner von Aruba) in den feuchten, dunklen Kammern ihre Spuren anhand von Wandmalereien hinterlassen haben. Wer nicht ganz so auf Fledermäuse steht, sollte nicht allzu tief in die Höhle gehen, denn sie wird von den kleinen Nachtschwärmern bewohnt.

Zum krönenden Abschluss der Tagestour fuhren wir zum Baby Beach. Der Strand selber ist eine Mischung aus feinem und grobkörnigem Sand - es kommt darauf an, wo man sich am Strand befindet. Da viele Einheimische den Baby Beach aufsuchen, kann es speziell an Sonn- und Feiertagen hier rege zugehen. Wir haben jedenfalls unsere Schnorchelausrüstung geschnappt und waren im klaren, türkisfarbenen Meer, in dem es nur von tropischen Fischen wimmelte - wie in einem Aquarium -, schnorcheln.

Anschließend ging es u. a. an der Südküste entlang zurück zum Hotel RIU Palace Aruba.

Oranjestad - die quirlig-bunte Hauptstadt von Aruba

Am 23. April nahmen wir nach einem ausgiebigen Frühstück die Hauptstadt der Insel - Oranjestad - näher unter die Lupe.

Die Fahrt mit dem öffentlichen Bus zum Aruba Bus Terminal in Oranjestad und wieder zurück zum Hotel RIU Palace Aruba kostet jeweils ca. $ 3,-.

Oranjestad liegt an der Südküste von Aruba und hat rund 23.000 Einwohner. Die Hauptstadt ist, was Shopping- und Unterhaltungsmöglichkeiten anbelangt, Dreh- und Angelpunkt der Insel. Für uns war jedoch die große Auswahl an Marken-Klamotten und sonstiger Designer-Ware weniger von Interesse, sondern uns haben es eher die vielen pastellfarbigen Häuser im niederländischen Kolonialstil angetan. Statt Shopping war bei uns - wie es immer ist auf unseren Reisen - Sightseeing und Foto-Shooting angesagt. An den Hauptstraßen, z. B. in der Wilhelminastraat, waren die Häuser sehr gut erhalten und strahlten förmlich in quietschigen Farben.

Das älteste Gebäude auf Aruba ist das Fort Zoutman mit seinem Willem III. Tower, zu finden in der Oranje Straat und L. G. Smith Blvd (Sasakiweg). Das Fort beherbergt das historische Museum von Aruba mit Exponaten aus der holländischen Kolonialzeit.

Wilhelminastraat - Hauptstraße von Oranjestad auf Aruba farbige Häuser in typischer holländischer Architektur De Oude Molen - auch Old Dutch Windmill genannt Divi-Divi Baum am Eagle Beach

Wir schlenderten kreuz und quer durch alle Gassen, entlang des Hafens und schossen eine Unmenge an Fotos; es gab ja auch allerhand zu fotografieren. Nachdem wir uns eingehend in Oranjestad umgeschaut haben, fuhren wir am späten Mittag wieder mit dem öffentlichen Bus zurück in unser Hotel. Für den Rest des Tages war Strand angesagt.

Für den Sonntag, 25. April, hatten wir uns nach dem Frühstück eine kleine Spritztour zur De Oude Molen - auch Old Dutch Windmill genannt - und zum Eagle Beach vorgenommen. Da es uns eher nach relaxter Fahrt und nicht nach anstrengendem Fußmarsch war, orderten wir uns ein Taxi. Nachdem der Taxifahrer detailliert aufgeführt hat, was es bis zur Mühle - bis zum Eagle Beach - und wieder zurück zum RIU Palace Aruba kostet, lagen wir bei einem Gesamtbetrag in Höhe von $ 21,-.

So fuhren wir also los zur Oude Molen. Erbaut wurde diese historische Windmühle im Jahre 1804 in Holland. Man war der Auffassung, dass es angemessen sei - wenn man schon Holländisch auf Aruba spricht -  auch eine typsich-holländische Windmühle auf der Insel zu haben. So demontierte man die Oude Molen in viele Einzelteile und verschiffte sie 1960 nach Aruba. Heute beherbergt die Mühle ein gemütliches Restaurant, welches beliebt für seine Coconut Grouper und Meeresfrüchte-Paella ist.

Traumstrände auf Aruba soweit das Auge reicht

Nach dem kurzen Foto-Stopp bei der Oude Molen fuhren wir weiter zum Eagle Beach. Der Eagle Beach auf Aruba ist u. a. laut einem US Magazin der schönste Strand in der Karibik und dafür mehrfach ausgezeichnet. Der Strand liegt südlich von Palm Beach; beide Strände werden lediglich durch einen Felsvorsprung voneinander getrennt. Der Eagle Beach ist wahrhaftig sehr schön, weitläufig (12 km) und sauber. Der Sand ist einfach traumhaft weich und gepaart mit dem türkisen Meerwasser schlichtweg eine tolle Kulisse.

Vom Winde verweht - der Divi-Divi-Baum

Hier am Eagle Beach sind auch die typischen Divi-Divi-Bäume zu finden, die einerseits ein fantastisches Fotomotiv darstellen und andererseits gerne als Schattenspender am Strand genutzt werden.

Die Schoten der Divi-Divi-Bäume enthalten einen hohen Anteil an Gerbsäure und wurden bis in die 50er Jahre von Aruba in die Niederlande exportiert. Dort waren sie begehrtes Handelsgut in Gerbereien, was heute nicht mehr der Fall ist. Seine typische Form hat der Divi-Divi-Baum übrigens durch den immer währenden Nordost-Passatwind, wodurch er im wahrsten Sinne des Wortes immer in dieselbe Richtung vom Winde verweht aussieht.

Nach einer Weile fuhren wir auf direktem Wege zurück zu unserem Hotel. Beim Hotel angekommen, legte unser Taxifahrer eine Show ab. Aus den ursprünglich vereinbarten $ 21,- Fahrpreis wurden plötzlich $ 36,-. Twenty-one und thirty-six - so verhört haben konnten wir uns sicherlich nicht und abgesehen davon können wir Teilbeträge für Zwischenstopps auch im Urlaub addieren. Er erklärte und erklärte, fischte eine Tarifübersicht nach der anderen hervor; Feiertag hin, Feiertag her. Da wir irgendwann ziemlich angepisst waren, auf eine weitere Diskussion keine Lust mehr hatten und endlich ins Hotel sowie an den Strand wollten, hat er seine $ 36,- erhalten und wir hatten unsere Ruhe. Er konnte froh sein, dass wir im Urlaub auf Aruba waren - so ein Ding zieht normalerweise niemand mit uns ab und das ist bisher auch noch nie auf einer Reise irgendwo auf unserem Globus vorgekommen. In diesem Fall wäre es besser gewesen, den Preis schriftlich festzuhalten und nicht nur mündlich vor Antritt der Fahrt zu vereinbaren - aber wer tut dies schon?

Nachdem wir um eine (negative) Erfahrung mit einem Taxifahrer reicher waren, verbrachten wir die restliche Zeit auf Aruba ganz im Sinne der Erholung an unserem herrlichen Strand beim Hotel RIU Palace Aruba.

Am 25. April, Ostermontag, fuhren wir mit einem Taxi zum Flughafen, kratzten unsere letzten $ 33,- pro Person in bar für die Flughafensteuer zusammen (Kreditkarte wird am Check-In-Schalter auf Aruba leider nicht akzeptiert) und hoben erneut mit "DAE" in Richtung Curacao ab.



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